leiden an oder unter

leiden an oder unter

Leidet man an oder unter Kopfschmerzen? Und was ist mit Depressionen? Leider man daran oder darunter? Mit welcher Präpositionen leiden gebraucht wird, ist nicht immer ganz klar. Deshalb soll mit diesem Beitrag Licht ins Dunkel gebracht werden und auf Unterschiede zwischen leiden an und leiden unter eingegangen werden. Ihr lernt in diesem Beitrag, wie man leiden an und leiden unter im Deutschen richtig verwendet!

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gehören-Passiv

gehören-Passiv

Im Deutschen gibt es neben dem Vorgangspassiv (werden-Passiv) und dem Zustandspassiv (sein-Passiv) noch weitere Passivformen, die weitestgehend unbekannt sind. Eine dieser Formen ist das sog. gehören-Passiv. Es beschreibt wie das werden-Passiv auch einen Vorgang. Im Unterschied zum werden-Passiv hat das gehören-Passiv eine modale Bedeutung! Was das genau bedeutet und wie das gehören-Passiv verwendet wird, erfahrt ihr in diesem Beitrag!

Inhalt

gehören-Passiv

Das gehören-Passiv beschreibt eine Passivform im Deutschen, bei der das Subjekt meist die semantische Rolle des Patiens einnimmt. Man bezeichnet das gehören-Passiv auch als Akkusativpassiv, da es von einem Aktivsatz abgeleitet wird, der ein transitives Verb beinhaltet. An dieser Stelle ist zu beachten, dass es auch subjektlose Passivsätze (unpersönliche Passivsätze) gibt, in denen dem Subjekt keine semantische Rolle zugewiesen wird. 

Bildung des gehören-Passivs

Man bildet das gehören-Passiv mit dem Hilfsverb gehören und dem Partizip 2 eines Vollverbs. 

gehören-Passiv

Gebrauch des gehören-Passivs

Man gebraucht das gehören-Passiv, um einen Vorgang zu betonen. Wichtig ist hierbei, dass es sich bei dem Subjekt um den Patiens handelt oder es gar kein Subjekt gibt, weshalb man von einem subjektlosen Passivsatz sprechen würde. Außerdem hat das gehören-Passiv eine modale Bedeutung. 

gehören-Passiv

Das gehören-Passiv beschreibt einen Vorgang und hat eine modale Bedeutung. 

Beispiele:

gehören-Passiv: Das Zimmer gehört aufgeräumt!

mit Modalfaktor: Das Zimmer muss aufgeräumt werden!

Beispiele

Die folgenden Beispielsätze zeigen jeweils einen Satz im gehören-Passiv und einen Satz im Passiv mit Modalverb. Der Passivsatz mit Modalverb soll die Bedeutung des Satzes im gehören-Passiv veranschaulichen. Zudem finden sich im Folgenden Sätze mit und ohne Subjekt. 

Patienspassiv (Akkusativpassiv)
gehören-PassivDas Haus gehört abgerissen.
modale BedeutungDas Haus sollte abgerissen werden.
gehören-PassivDas Thema gehört angesprochen.
modale BedeutungDas Thema sollte/muss angesprochen werden.
Subjektloses Passiv (unpersönliches Passiv)
gehören-PassivGegen Mobbing gehört vorgegangen.
modale BedeutungGegen Mobbing muss vorgegangen werden.
gehören-PassivIn der Pflege herrscht Personalnotstand. Darüber gehört gesprochen!
modale BedeutungDarüber sollte/muss gesprochen werden.

gehören-Passiv im Video

In dem folgenden Video lernt ihr, wie man das gehören-Passiv bildet und wann man es gebraucht.

Arbeitsblätter zum Weiterlernen!

Hier gibt es Arbeitsblätter für euch, mit denen ihr Grammatikthemen der Sprachniveaustufen A1 – C1 wiederholen könnt. Ihr könnt alle Arbeitsblätter herunterladen und zum Üben nutzen. Wenn ihr meine Arbeitsblätter ohne Wasserzeichen nutzen möchtet, werdet bitte Mitglied auf Patreon und unterstützt meine Arbeit!

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Grammatik

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haben-Passiv

haben-Passiv

Im Deutschen sind vor allem zwei Passivformen geläufig: das werden-Passiv sowie das sein-Passiv. Dennoch gibt es weitere Passivkonstruktionen im Deutschen, von der wir uns im folgenden Beitrag, eine Form genauer ansehen wollen. Es geht um das sog. haben-Passiv. Ein Satz wie z. B. Er hat seinen Arm gegibst sieht zwar aus wie ein einfacher Aktivsatz im Perfekt, aber er kann auch als Passivsatz verstanden werden. Wie es zu dieser passivischen Lesart kommt und was genau man unter dem haben-Passiv versteht, zeigen wir euch in diesem Beitrag!

Inhalt

haben-Passiv

Das haben-Passiv beschreibt eine Passivform im Deutschen, in der das Subjekt als „Rezipient“ einer Handlung verstanden wird. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Dativpassiv, da ein „Empfänger“ bzw. „Rezipient“ im Fokus steht. 

Bildung des haben-Passivs

Man bildet das haben-Passiv mit dem Hilfsverb haben und dem Partizip 2 eines Vollverbs. 

haben Passiv 1

Gebrauch des haben Passivs

Man gebraucht das haben-Passiv, um einen Zustand zu betonen. Wichtig ist hierbei, dass es sich bei dem Subjekt um einen Rezipienten handelt. Am besten zieht man das bekommen-Passiv hinzu, um die Stellung des haben-Passivs in der deutschen Sprache zu beschreiben.

Hier könnt ihr das bekommen-Passiv lernen!

Wohingegen sich das bekommen-Passiv auf eine Vorgangsbeschreibung beschränkt, kann man das haben-Passiv als Resultat einer vorangegangenen Handlung verstehen. Es ist folglich Resultat der Handlung, die mit dem bekommen-Passiv ausgedrückt wird.

Ein ähnliches Bild herrscht beim Vorgangs- und Zustandspassiv vor. Auch dort beschreibt das werden-Passiv einen Vorgang und das sein-Passiv einen Zustand bzw. das Resultat des werden-Passivs. 

Rezipientenpassiv

Man bezeichnet das bekommen- sowie haben-Passiv als Rezipientenpassive. Das liegt daran, dass das Subjekt die semantische Rolle des „Rezipienten“ einnimmt.

Wohingegen das bekommen-Passiv einen Vorgang beschreibt, zeigt das haben-Passiv das Resultat des bekommen-Passivs bzw. einen Zustand an. 

Beispiele:

bekommen-Passiv: Er bekommt von einem Unfallmediziner seinen Arm gegipst. (Vorgang)

haben-Passiv: Er hat seinen Arm gegipst. (Zustand)

Beispiele

Die folgenden Beispielsätze zeigen jeweils einen Beispielsatz im bekommen- und einen im haben-Passiv. Durch die Gegenüberstellung beider Rezipientenpassive sollen jeweils die Vorgangs- und Zustandsbedeutung verdeutlicht werden.

Rezipientenpassive 
bekommen-PassivAn seinem Geburtstag spielt Paul Topfschlagen. Dabei bekommt er von seinen Eltern die Augen verbunden. (Vorgang)
haben-PassivPaul hat die Augen verbunden. (Zustand)

Hinweis: In beiden Sätzen ist Paul als Empfänger einer Handlung zu verstehen. Seine Eltern haben ihm die Augen verbunden. Bei den Rezipientenpassiven wird das Dativobjekt des Aktivsatzes zum Subjekt (Rezipient/Empfänger) des Passivsatzes. 

haben-Passiv im Video

In dem folgenden Video lernt ihr, wie man das haben-Passiv bildet und wann man es gebraucht. (Das Video folgt in Kürze!)

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Doppeltes Plusquamperfekt

Doppeltes Plusquamperfekt - Bildung & Gebrauch

Das doppelte Plusquamperfekt zeichnet sich dadurch aus, dass neben den Hilfsverben (Auxiliare) haben und sein und einem Partizip 2 eines Vollverbs ein weiteres Hilfsverb im Partizip 2 hinzukommt. Nach dieser Regel lautet ein Satz im Plusquamperfekt wie folgt: Stefanie hatte das Telefonat beendet gehabt. Was auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig aussieht, hat bei genauerem Hinsehen durchaus seine Berechtigung. In diesem Beitrag erklären wir, warum die Verwendung des doppelten Plusquamperfekts in einigen Situation sinnvoll erscheint. 

Inhalt

Doppeltes Plusquamperfekt

Das doppelte Plusquamperfekt wird u. a. als Superplusquamperfekt, Ultra-Plusquamperfekt oder Doppel-Präteritumperfekt bezeichnet und beschreibt eine zusammengesetzte Vergangenheitsform im Deutschen.

Bildung des doppelten Plusquamperfekts

Man bildet das doppelte Plusquamperfekt mit den Hilfsverben haben und sein im Präteritum, einem Vollverb im Partizip 2 sowie einem weiteren Hilfsverb (haben oder sein) im Partizip 2. 

Bildung - Doppeltes Plusquamperfekt

Gebrauch des doppelten Plusquamperfekts

Man gebraucht das doppelte Plusquamperfekt, um die Abgeschlossenheit einer Handlung in der „Vorvorvergangenheit“ zu betonen. Dadurch soll hervorgehoben werden, dass eine Handlung abgeschlossen ist, bevor eine andere Handlung einsetzt. 

Vorvorvergangenheit

Das doppelte Plusquamperfekt drückt einen Zeitpunkt in der Vergangenheit aus, der vor der Vorvergangenheit liegt. 

Man könnte in diesem Zusammenhang von Vorvorvergangenheit sprechen, wie folgendes Beispiel verdeutlicht: 

Die Mannschaft hatte sich sehr gut auf das Spiel vorbereitet gehabt. Nachdem es jedoch verloren hatte, war die Enttäuschung umso größer!

Beispiele

Die folgenden Beispielsätze stehen alle im doppelten Plusquamperfekt. In allen Sätzen betont das doppelte Plusquamperfekt die Abgeschlossenheit der ersten Handlung. 

  • Marvin hatte schon längst das Haus verlassen gehabt und war in sein Auto eingestiegen, als ihn seine Mutter anrief. 
  • Der Schiedsrichter hatte das Spiel schon abgepfiffen gehabt und war Richtung Kabine gelaufen, als  ihn die Spieler plötzlich zur Rede stellen.
  • Tina hatte das Telefonat beendet gehabt!

Doppeltes Plusquamperfekt im VIDEO!

In dem folgenden Video lernt ihr, wie man das Plusquamperfekt bildet und wann man es gebraucht. 

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