Trainingsheft zur Adjektivdeklination (Die Sprachzeitung) | Rezension

Thomas, Natalie (2020): Grammatik Die Deklination der Adjektive: Prüfungsrelevante Grammatik Niveau A2 – B1. Bremen: Schünemann, Carl Ed.
ISBN: 978-3-7961-1067-2. 60 Seiten. 11,90 €.


Rezension

Deklination der Adjektive Trainingsheft

Das vorliegende Trainingsheft Grammatik Die Deklination der Adjektive: Prüfungsrelevante Grammatik Niveau A2 – B1 ist das dritte Heft aus der DaF-Reihe der Sprachzeitung des Schünemann Verlags. Wie auch die beiden Trainingshefte zum Wortschatz “Wohnen” (Zur Rezension) sowie zu den Präpositionen (Zur Rezension) orientiert es sich an Prüfungsformaten der gängigen Sprachprüfungen (z.B. Zertifikat Deutsch – telc Deutsch B1, Goethe-/ÖSD-Zertifikat Deutsch B1 etc.) auf den Sprachniveaus A2 und B1.
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Ich habe mich erschreckt oder erschrocken?

Die Formen “erschreckt” und “erschrocken” haben schon manche Muttersprachler/-innen vor die Frage gestellt, wann man welche Form gebraucht. Sagt man: “Ich habe mich erschreckt” oder “Ich habe mich erschrocken” oder heißt es “Ich bin erschreckt” oder “Ich bin erschrocken”. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wann und warum Sie welche Form gebrauchen sollten.

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Nominalisierung von adverbialen Nebensätzen

Was ist Nominalisierung?

Unter Nominalisierung versteht man einen Wortbildungsprozess, bei dem man aus einer anderen Wortart ein Nomen ableitet. 

Was ist Nominalisierung von adverbialen Nebensätzen?

Man spricht von einer Nominalisierung von adverbialen Nebensätzen, wenn diese durch nominale Angaben ersetzt werden. Adverbiale Nebensätze kann durch präpositionale Ausdrücke ersetzen, die jeweils Nominalphrasen in einem bestimmten Kasus fordern. Um diese Nominalphrasen zu bilden, müssen bestimmte Wörter aus dem Ausgangssatz in einer andere Wortart (nämlich die eines Nomens) überführt werden. 

Beispiel: 
Adverbialer Nebensatz:
Ich komme heute nicht zum Deutschkurs, weil ich starke Kopfschmerzen habe.

Nominale Angabe:
Wegen starker Kopfschmerzen komme ich heute nicht zum Deutschkurs.

Das Beispiel zeigt einen adverbialen Nebensatz, der von der Subjunktion “weil” eingeleitet wird. Hier muss man verstehen, dass es sich um eine kausale Subjunktion handelt, mit der man einen Grund ausdrückt. Diese Kausalität kann jedoch auch mithilfe anderer Wortarten ausgedrückt werden. Dies zeigt Beispiel 2, in dem die Kausalität von der Präposition “wegen” ausgedrückt wird. Die Informationen des Nebensatzes werden in nominaler Form ausgedrückt. Man spricht deshalb von “Nominalisierung”. 

Wann gebraucht man Nominalisierungen?

Man gebraucht Nominalisierungen, wenn man viele Informationen in kurzen Sätze (komprimiert) wiedergeben möchte. Diese Strukturen finden man vor allem in der Wissenschaftssprache sowie in Fachsprache und in der Sprache der Bürokratie. Im Mündlichen trifft man den Nominalstil seltener an. Stattdessen bevorzugt man in der gesprochenen Sprache den Verbalstil, der leichter zu verstehen ist. Aufgrund der Komplexität der grammatischen Strukturen des Nominalstils ist dieser schwerer zu verstehen und setzt gewisse Vorkenntnisse der Leser/-innen oder Zuhörer/innen voraus. Für Lernende des Deutschen als Fremdsprache sind Kenntnisse zu Nominalisierungen in der deutschen Sprache unbedingt vorauszusetzen, wenn ein Studium auf Deutsch im In- oder Ausland angestrebt wird. 

Umformulierungen adverbialer Nebensätze

Im Folgenden sollen exemplarisch verschiedene adverbiale Nebensätze umformuliert werden. Im Anschluss daran finden Sie eine Übersicht zur Nominalisierung von adverbialen Nebensätzen. Dieser Übersicht können Sie einige Präpositionen entnehmen, die zur Nominalisierung bestimmter adverbialer Nebensätze herangezogen werden können. Sie finden jeweils eine Subjunktion sowie alternative Präpositionen unter Angabe der regierten Kasus sowie eine Angabe des jeweiligen Bedeutungskontextes.

Umformulierung von temporalen Nebensätzen  

Temporaler Nebensatz mit “nachdem” (Vorzeitigkeit)

1) Temporaler Nebensatz:
Nachdem er getankt hatte, fuhr er weiter.

2) Temporale Angabe:
Nach dem Tanken fuhr er weiter.

Temporaler Nebensatz mit “bevor” (Nachzeitigkeit)

1) Temporaler Nebensatz:
Bevor er arbeitet, joggt er 10 Kilometer. 

2) Temporale Angabe:
Vor der Arbeit joggt er 10 Kilometer. 

Temporaler Nebensatz mit “während” (Gleichzeitigkeit)

1) Temporaler Nebensatz:
Während er zur Arbeit fährt, hört er laut Musik.

2) Temporale Angabe:
Während der Fahrt zur Arbeit hört er laut Musik.

Umformulierung von kausalen Nebensätzen

1) Kausaler Nebensatz:
Die Mietpreise schnellen in die Höhe, weil die Nachfrage steigt. 

2) Kausale Angabe:
Aufgrund der steigenden Nachfrage schnellen die Mietpreise in die Höhe. 

Umformulierung von konsekutiven Nebensätzen  

1) Konsekutiver Nebensatz:
Der Arbeitnehmer kam zu dem wichtigen Meeting viel zu spät, sodass sich sein Vorgesetzter ärgerte. 

2) Konsekutive Angabe:
Zum Ärger seines Vorgesetzten kam der Arbeitnehmer zu dem wichtigen Meeting viel zu spät.

Umformulierung von konzessiven Nebensätzen  

1) Konzessiver Nebensatz:
Obwohl es draußen regnet, geht Peter schwimmen. 

2) Konzessive Angabe:
Trotz des Regens geht Peter schwimmen. 

Umformulierung von adversativen Nebensätzen  

1) Adversativer Nebensatz:
Maria kauft eine Einzelausgabe des Magazins, wohingegen ein Abo günstiger gewesen wäre. 

2) Adversative Angabe:
Im Gegensatz zum Kauf einer Einzelausgabe des Magazins wäre ein Abo günstiger gewesen. 

Umformulierung von konditionalen Nebensätzen  

1) Konditionaler Nebensatz:
Wenn der Flug storniert wird, bekomme ich das Geld zurück.

2) Konditionale Angabe:
Bei Stornierung des Flug(e)s / Flugstornierung bekomme ich das Geld zurück.

Umformulierung von finalen Nebensätzen  

1) Finaler Nebensatz:
Es gibt Wortschatzerklärungen und Hinweise am Seitenrand, damit die Schüler/-innen den Text besser verstehen.

2) Finale Angabe:
Zum besseren Verständnis der Schüler/-innen gibt es Wortschatzerklärungen und Hinweise am Seitenrand.

Umformulierung von modalen Nebensätzen  

1) Modaler Nebensatz:
Sie können den Fehler beheben, indem Sie Ihr Betriebssystem neu installieren. 

2) Modale Angabe:
Durch eine Neuinstallation Ihres Betriebssystems können Sie den Fehler beheben. 

Übersicht 

Übung

Kasus in der deutschen Sprache

Was ist Kasus?

Unter Kasus versteht man eine grammatische Kategorie, mit der man syntaktische Funktionen bestimmter Wörter oder Wortgruppen (Satzglieder) anzeigen kann. Im Deutschen gibt es 4 Kasus:

  • Nominativ
  • Akkusativ
  • Dativ
  • Genitiv

Die Anordnung der Kasus ist in vielen Lehrwerken in dieser Rangordnung angegeben und basiert auf der Häufigkeit (Frequenz) der jeweiligen Kasus im Sprachgebrauch.

Der Kasus hilft Lernenden dabei, Funktionen bestimmter Satzglieder voneinander abzugrenzen und dementsprechend auch besser zu verstehen.

Beispiel:

Den Mann beißt der Hund.
The man bites the dog.

Eine Übersetzung ins Englische würde zu Missverständnissen führen, da man davon ausginge, dass das Subjekt an der ersten Postion des Satzes steht. Im Englischen etwa ist die übliche Reihenfolge Subjekt – Prädikat – Objekt. In diesem Zusammenhang schaffen die Kasus in der deutschen Sprache Abhilfe, da sie anzeigen, welche Funktion die jeweiligen Satzglieder im Satz haben. In unserem Beispielsatz ist [den Mann] eine Akkusativergänzung bzw. das direkte Objekt, [der Hund] ist eine Nominativergänzung bzw. das Subjekt des Satzes. Im Deutschen kann das Subjekt auch an der 3. Position stehen, wenn das Vorfeld (Beginn eines Satzes) durch eine andere Phrase / ein anderes Satzglied bereits besetzt ist. Kasusmarkierungen an deklinierbaren Wortarten, in unserem Beispiel an den Artikel, zeigen jedoch ganz klar die syntaktischen Funktionen der Satzglieder im Satz an. Das ist nicht immer so, wenn man die Deklinationstabellen von Artikelwörtern, Nomen oder Adjektiven näher betrachtet. In unseren Beispielen sollen aber genau diese eindeutigen Endungen hervorgehoben werden, um das Konzept des “Kasus” zu verdeutlichen.

Wie erkennt man den Kasus?

Man erkennt den Kasus an den Kasusmarkierungen bestimmter deklinierbarer Wortarten. Als deklinierbare Wortarten bezeichnet man Wortarten, die ihre Form in bestimmten syntaktischen Kontexten ändern. Dazu gehören:

  • Nomen
  • Artikel
  • Pronomen
  • Adjektive

Wodurch wird das Kasus bestimmt?

Für Deutschlernende ist es sehr ratsam, sich zu verinnerlichen, dass der Kasus von bestimmten kasusfordernden Wortarten bestimmt werden kann. 

Kasusfordernde Wortarten

Es gibt Wortarten, die eine oder mehrere Ergänzungen benötigen bzw. Wörter fordern, die in einem bestimmten Kasus stehen müssen. Eine ganz zentrale Rolle kommt hierbei den Verben zugute. 

Beispiel: 

Wenn man das Verb “suchen” betrachtet, erwartet man, dass es eine Person oder ein Objekt gibt, dass von irgendeiner Person gesucht wird. Diese “Mitspieler”, die das Verb in einer Szene fordert, nennt man auch Ergänzungen. In unserem Beispiel fordert das Verb “suchen” eine Nominativ- (ein Subjekt) sowie eine Akkusativergänzung (ein Objekt):


Patrick / Der Mann sucht den Ausgang.


Außerdem zeigt das Beispiel, dass Kasusmarkierungen bei der Identifikation von Satzgliedern helfen können. In dem Beispiel gibt es zwei maskuline Nomen, denen die definiten (bestimmten) Artikel “der” und “den” vorangestellt sind. Bei näherer Betrachtung der Deklinationstabelle fällt auf, dass es sich den maskulinen Artikel im Nominativ und Akkusativ handelt.

Lerntipp

Für die Lernenden ist es notwendig, dass sie sich die Deklinationstabellen bestimmter Wortarten wie z.B. Artikelwörter, Nomen, Adjektive einprägen. Darüber hinaus können Karteikarten hilfreich sein, auf denen Verben mit der jeweiligen Ergänzung bzw. den jeweiligen Ergänzungen und den entsprechenden Kasus angegeben sind. Auf der Rückseite könnte eine Übersetzung sowie ein Beispielsatz stehen. 

1) Verben und Kasus

Im Folgenden werden einige Verben exemplarisch dargestellt, um zu verdeutlichen, dass Verben bestimmte Wörter bzw. Wortgruppen in einem bestimmten Kasus fordern. 

Verben mit Akkusativ

essen, trinken, bauen, lieben, beißen, …

Beispiel: 
Paul isst einen Apfel / ein Brot / eine Birne.

Weitere Verben mit Akkusativergänzung finden Sie hier.

Verben mit Dativ

danken, helfen, gratulieren, …

Beispiel: 
Klara hilft ihrem Vater, dem Kind, ihrer Mutter, …

Weitere Verben mit Dativergänzung finden Sie hier

Verben mit Genitiv

gedenken, bedürfen, …

Beispiel: 
Das bedarf einer Erklärung.

Weitere Verben mit Genitivergänzung finden Sie hier

Verben mit zwei Akkusativen

nennen, lehren, …

Beispiel: 
Der Lehrer lehrt ihn die deutsche Grammatik. 

Verben mit Akkusativ und Dativ

geben, schenken, …

Beispiel: 
Meine Freundin hat mir einen Pullover geschenkt.

Verben mit Akkusativ und Genitiv

anklagen, beschuldigen, …

Beispiel: 
Er beschuldigt den Angeklagten des Betruges.

Verben mit Akkusativ und einer Präposition

bitten + Akk. + um + Akk., fragen + Akk. + nach + Akk.

Beispiel: 
Er beschuldigt den Angeklagten des Betruges.

Verben mit einer Präposition

sich interessieren für + Akk., warten auf + Akk.

Beispiel: 
Die Schüler warten auf den Bus.

2) Präpositionen und Kasus

Präpositionen mit Akkusativ

für, ohne, …

Beispiel:

Dein Freund hat eine Überraschung für dich. 

Präpositionen mit Dativ

mit, zu, …

Beispiel: 
Die Schüler fahren mit dem Bus zur Schule. 

Präpositionen mit Akkusativ und Dativ (Wechselpräpositionen)

in, an, auf, unter, über, hinter, vor, zwischen, neben

Beispiel (Wo? / Dativ): 
Die Schüler sind in der Schule. 

Beispiel (Wohin? / Akkusativ): 
Die Schüler fahren in die Schule.

Präpositionen mit Genitiv

wegen, aufgrund, innerhalb, außerhalb, …

Beispiel: 
Die Schüler dürfen sich in der Pause nur innerhalb des Schulgeländes aufhalten. 

3) Adjektive und Kasus

Viele Adjektive mit “sein” fordern Wörter in einem bestimmten Kasus. 

Adjektive mit Präpositionen

verrückt sein + nach + Dativ

Beispiel: 
Romeo ist verrückt nach Julia.

wichtig sein + für + Akkusativ

Beispiel: 
Ordnung ist wichtig für mich. 

interessiert sein + an + Dativ

Beispiel: 
Sie sind an dem Produkt interessiert. 

bekannt sein + als + Nominativ

Beispiel: 
Er ist bekannt als zeitgenössischer Künstler. 

Adjektive mit Dativ

behilflich sein + Dativ

Beispiel: 
Können Sie mir bitte behilflich sein?

Adjektiv  sein + zu + Dativ

Beispiel: 
Der Film ist mir zu langweilig.
Die Hose ist mir zu kurz. 

Adjektive mit Akkusativ

wert sein + Akkusativ

Beispiel: 
Der Fernseher ist das Geld nicht wert. 

Adjektive mit Genitiv

bewusst sein + Genitiv

Beispiel: 
Er ist sich seiner Schuld bewusst. 

Besonderheiten des Genitivs

Der Genitiv wird immer weniger verwendet und häufig durch dativische Konstruktionen ersetzt. Dennoch gibt es einige Verben, die Ergänzungen im Genitiv fordern. Außerdem steht der Genitiv nach vielen Präpositionen (oder manchmal auch davor) sowie in attributiver Verwendung.

Am häufigsten gebraucht man den Genitiv als Genitivattribut. Dabei kann das Attribut vorangestellt als auch nachgestellt stehen, wobei letztere Variante viel frequenter ist. 

Beispiele

Patricks Unterricht gefällt den Schülern. (vorangestelltes Genitivattribut)
Der Unterricht des Lehrers gefällt den Schülern. (nachgestelltes Genitivattribut)

Wie bereits erwähnt steht das Genitivattribut meistens hinter dem Bezugsnomen. Genitivattribute geben Zusatzinformationen, die das Bezugsnomen näher beschreiben.

Auch dazu noch einige Beispiele:

1) Das Auto meines Vaters ist in der Werkstatt.
2) Der Umsatz des Unternehmens ist um 20% gestiegen.
3) Den Ansatz der Argumentation verstehe ich nicht ganz.
4) Die Fragen der Schüler sind eine Bereicherung.

Modalverben (Subjektiver Gebrauch)

Subjektive Modalität

Modalverben in subjektiver Bedeutung unterscheiden sich von den Modalverben in objektiver Bedeutung dadurch, dass sich das Modalverb nicht auf das Subjekt des Satzes, sondern auf den Sprecher / die Sprecherin des Satzes bezieht. Der Sprecher oder die Sprecherin kann seine / ihre persönliche Einschätzung zu einem Ereignis, einer Nachricht, einer Situation etc. geben. Das Modalverb verliert in dieser Verwendung seine ursprüngliche Bedeutung. 

Modalverben mit Vermutungsbedeutung

Zu dieser Gruppe gehören die Modalverben müssen, dürfen, können und mögen. Außerdem kann die modale Bedeutung der Vermutung mit dem Verb werden ausgedrückt werden. Mithilfe dieser Verben kann ein Sprecher / eine Sprecherin eine Vermutung ausdrücken. 

Formen und Bedeutungen

Die Modalverben müssen, dürfen, können, mögen drücken in subjektiver Aussage eine Vermutung aus. Dabei modifizieren die jeweiligen Modalverben in subjektiven Gebrauch den Satzinhalt nach dem Grad der Wahrscheinlichkeit einer jeweiligen Aussage. Es gibt eine graduelle Abstufung zwischen den Modalverben. Man kann sie ihr Wahrscheinlichkeit nach wie folgt ordnen:

Modalverb Umschreibung Prozentual*
muss ganz sicher 99%
müsste sicher 90%
dürfte bestimmt 75%
kann vermutlich  50%
könnte möglicherweise 40%
mag vielleicht (unsicher) 30%

*die prozentualen Angaben dienen als Lernhilfe und sind nicht statistisch belegt oder sprachlich strikt vorgeschrieben. 

Modalverb Umschreibung
Er muss zu Hause sein. Er ist ganz sicher zu Hause.
Er müsste zu Hause sein. Er ist sicher zu Hause. 
Er dürfte zu Hause sein.  Er ist bestimmt zu Hause. 
Er kann zu Hause sein.  Er ist vermutlich zu Hause.
Er könnte zu Hause sein.  Er ist möglicherweise zu Hause.
Er mag zu Hause sein.  Er ist vielleicht (unsicher) zu Hause. 

Formen in der Gegenwart

Man bildet die Formen mit den Modalverben müssen, dürfen, können oder mögen im Indikativ oder Konjunktiv II Präsens und dem Infinitiv Perfekt (Infinitiv II). 

Beispielsatz Bedeutung
Der Student dürfte die Antwort wissen Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Student die Antwort weiß.
Der Student könnte die Antwort wissen Der Student weiß möglicherweise die Antwort. 
Der Student mag die Antwort wissen Vielleicht weiß der Student die Antwort, sicher bin ich aber nicht

Formen in der Vergangenheit

Man bildet die Formen mit den Modalverben müssen, dürfen, können oder mögen im Indikativ oder Konjunktiv II Präsens, dem Partizip II und einem Vollverb im Infinitiv. 

Beispielsatz Bedeutung
Der Täter muss die Tür aufgebrochen haben. Der Täter hat die Tür ganz sicher (ohne jeden Zweifel) aufgebrochen. Das zeigen die Spuren am Tatort. 
Der Täter dürfte die Tür aufgebrochen haben Der Täter hat die Tür vermutlich aufgebrochen. 
Der Täter könnte die Tür aufgebrochen haben Der Täter hat die Tür möglicherweise (vielleicht hat er sich aber auch auf anderem Weg Zugang verschafft) aufgebrochen. 

Wiedergabe einer Information / eines Gerüchtes 

Zu dieser Gruppe gehören die Modalverben sollen und wollen. Auch sie können subjektiv gebraucht werden. In dieser Form dienen sie der Redewiedergabe. Ähnlich wie bei der indirekte Rede nimmt der Sprecher / die Sprecherin eine gewisse Distanz zur Aussage ein. Er / Sie distanziert sich somit auch vom Wahrheitsgehalt der fremden Äußerung. Die Verben sollen und wollen werden dabei unterschiedlich gebraucht. 

Das Modalverb sollen in subjektiver Bedeutung
Das Modalverb sollen gebraucht man, um Informationen oder Gerüchte wiederzugeben. 

Das Modalverb wollen in subjektiver Bedeutung
Das Modalverb wollen gebraucht man, um wiederzugeben, was eine Person über sich behauptet bzw. gesagt hat. Der Sprecher / Sprecherin zweifelt den Wahrheitsgehalt der Aussage jedoch an. 

Formen in der Gegenwart

Die Gegenwartsform bildet man mit sollen oder wollen im Indikativ und einem Vollverb im Infinitiv. 

In diesem Beispiel behauptet der Unternehmenschef zwar, dass er von den Zahlungen ins Ausland nichts wisse. Glaubwürdig ist dies jedoch nicht, da die Schuldfrage von gerichtlicher Seite bereits klar zugewiesen wurde. Man weiß schon, dass der Unternehmenschef in die “schmutzigen” Geschäfte verwickelt war. 

Modalverb Umschreibung
Der Unternehmer soll Geld im Ausland waschen. In der Zeitung steht, dass der Unternehmenschef Geld im Ausland waschen soll. 
Der Musiker soll eine Affäre haben.  Gerüchten zufolge hat der Musiker eine Affäre. Beweise gibt es aber keine. 
Der Unternehmenschef will von Zahlungen ins Ausland nichts wissen. Er behauptet, dass er von den Zahlungen ins Ausland nichts weiß.
Der Rektor will in die Zukunft sehen können Er behauptet, dass er in die Zukunft sehen kann. Man glaubt ihm aber nicht. Man zweifelt seine Behauptung an. 

Formen in der Vergangenheit

Die Vergangenheitsform bildet man mit sollen oder wollen im Indikativ, dem Partizip II und den Hilfsverben haben oder sein.

Modalverb Umschreibung
Der Unternehmer soll Geld im Ausland gewaschen haben. Ich habe gelesen / gehört, dass der Unternehmenschef Geld im Ausland gewaschen haben soll. 
Der Musiker soll unzählige Affären gehabt haben Gerüchten zufolge hatte der Musiker unzählige Affären.
Der Unternehmenschef will von Zahlungen ins Ausland nichts gewusst haben Er behauptet, dass er nichts von den Zahlungen wisse. (Seine Argumente sind jedoch unglaubwürdig.)
Der Rektor will die Lottozahlen vorausgesagt haben. Er behauptet, dass er die Lottozahlen vorausgesagt hat. 

Übung

Der negative Artikel “kein”, “keine” – Erklärung – Beispiele – Übungen

Gebrauch

Der negative Artikel steht vor dem Nomen, das negiert wird. 

Formen

Beispiele

  1. Gehen wir heute Abend feiern? – Nein, ich habe leider keine Zeit.
  2. Hast du ein Auto? – Nein, ich habe kein Auto. 
  3. Hast du Geschwister? – Nein, ich habe keine Geschwister. 
  4. Kannst du mir 5,-€ leihen? – Ich habe leider kein Geld dabei.  
  5. Möchtest du mal mit meinem Auto fahren. – Ich darf leider nicht. Ich habe noch keinen Führerschein. 
  6. Ich warte nicht gerne. Ich habe keine Geduld. 
  7. Was ist hier passiert? – Ich habe keine Ahnung.

Übung

Der unbestimmte (indefinite) Artikel – Erklärung und Beispiele


Gebrauch

Der unbestimmte Artikel steht vor einem Nomen, das neu in den Gesprächskontext eingeführt wird bzw. (noch) unbekannt ist oder eines von mehreren Gegenständen einer Klasse bezeichnet (Hast du einen Kugelschreiber?).

Formen

 

Beispiele

  1. Hast du einen Kugelschreiber für mich? (Indefinitheit: Einer von vielen)
  2. Gibt es hier in der Nähe einen Bankautomaten? 
  3. Meine Nachbarin hat einen Hund namens Bello. 
  4. Sebastian schreibt morgen eine Prüfung. 
  5. Doloris möchte ein Eis essen. 
  6. Möchtest du einen Kaffee trinken?
  7. In Darias Küche steht ein großer Kühlschrank. 

Übung

Relativsätze im Genitiv | Formen der Relativpronomen | Beispiele

Relativsatz mit einem Relativpronomen im Genitiv
Beispielsatz mit einem Relativpronomen im Genitiv
Was sind Relativsätze?

Relativsätze sind Nebensätze, die ein Bezugswort (meistens ein Nomen) im Hauptsatz näher bestimmen. Relativsätze beginnen meistens mit einem Relativpronomen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, sie mithilfe von relativen Pronominaladverbien oder Präpositionen einzuleiten.

Syntaktisch gesehen sind Relativsätze keine Satzglieder, sondern Teile eines Satzgliedes bzw. Attribute. Sie modifizieren ein Bezugswort im übergeordneten Satz. Das Bezugswort kann ein Nomen oder Pronomen (Indefinitpronomen, Demonstrativpronomen) sein. Oft steht der Relativsatz nach dem Bezugswort. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Rechtsattributen, weil sie sich auf ein Bezugswort beziehen, das rechts vom Relativsatz steht.

Formen

Relativpronomen

Wie bildet man Relativsätze?

Relativsätze beziehen sich auf ein Bezugsnomen im Hauptsatz. Dieses bestimmt das Genus und den Numerus des Relativpronomens im Nebensatz. Außerdem spielt ganz oft das Verb eine zentrale Rolle, um den Kasus des Relativpronomens zu bestimmen. Relativsätze mit einem Relativpronomen im Genitiv stehen jedoch meistens anstelle eines Genitivattributs oder Possessivartikels.  

Relativsätze im Genitiv – Wie erkenne ich sie?

Man erkennt Relativsätze mit einem Relativpronomen daran, dass hinter dem Relativpronomen im Nebensatz ein Nomen steht, das ohne Artikel gebraucht wird. Die Form des Nomens selbst richtet sich dabei nach der Struktur des Nebensatzes. Das Verb im Nebensatz bestimmt den Kasus des Nomens. 

Beispiel: Das ist der Musiker, dessen Ferienhaus Laura besucht hat. 

Identifikation des Relativpronomens

Schritt 1:
Das Genus und der Numerus des Relativpronomens im Nebensatz richten sich nach dem Genus und dem Numerus des Bezugswortes im Hauptsatz. Das Relativpronomen dessen steht also im Maskulinum und im Singular.

Schritt 2:
Welche Ergänzung benötigt das Verb im Nebensatz?
Das Verb im Nebensatz ist transitiv. Es benötigt ein Subjekt sowie eine Akkusativergänzung. Man kann den Nebensatz umformulieren und enthält dann folgenden Satz:
Laura hat ein Ferienhaus besucht.

Hinweis: Dieser Schritt ist notwendig, um die Satzglieder zu analysieren. Diese benötig man z.B. bei Transformationsübungen / Umformulierungen. 

Beispiel: Laura hat das Ferienhaus des Mannes besucht. 

Schritt 3:
Relativpronomen im Genitiv geben häufig ein Zugehörigkeitsverhältnis. Das Zugehörigkeitsverhältnis besteht zwischen dem Nomen im Nebensatz, vor dem das Relativpronomen steht und dem Bezugswort im Hauptsatz. Das Zugehörigkeitsverhältnis besteht also zwischen “der Musiker” und “Ferienhaus”.

Man kann diese Information mit “Wessen” erfragen:
Wessen Ferienhaus hat Laura besucht? – Das Ferienhaus des Musikers.
Die Antwort besteht aus einer komplexen Nominalphrase, die ein Genitivattribut enthält. Oft beziehen sich Relativsätze mit einem Relativpronomen auch auf Genitivattribute oder Possessivartikel.

der Musiker Bezugswort (Maskulin, Singular, Nominativ)
dessen Relativpronomen (Maskulin, Singular, Genitiv)
Ferienhaus Akkusativergänzung
Laura Subjekt
besucht hat Prädikat 

Relativsätze bilden 

Genitivattribute umformulieren

Man kann Genitivattribute mithilfe von Relativsätzen umformulieren. 

Genitivattribut: Die Eltern der Kinder sind erfolgreiche Musiker.
Relativsatz: Das sind die Kinder, deren Eltern erfolgreiche Musiker sind.

Possessivartikel umformulieren 

Possessivartikel zeigen ein Zugehörigkeits- bzw. Besitzverhältnis zwischen einem Bezugswort und dem Nomen, das hinter dem Possessivartikel steht, an. Relativsätze mit Relativpronomen im Genitiv ersetzen Possessivartikel. 

Hauptsatz 1: Das sind die Kinder.
Hauptsatz 2: Ihre Eltern sind erfolgreiche Musiker.
Relativsatz: Das sind die Kinder, deren Eltern erfolgreiche Musiker sind.

Verben und ihre Ergänzungen

Das Verb im Nebensatz bestimmt die Funktionen / Rollen der anderen Elemente im Satz. Es gibt zudem auch einige Verben, die eine Genitivergänzung fordern. Wenn das der Fall ist, muss man prüfen, welche Rolle / Funktion das Relativpronomen ausübt. Sehen wir uns die folgenden Beispiele näher an.

Relativsatz mit Genitivergänzung
Das ist die Frau, deren Mann des Diebstahls bezichtigt wird. 

Alternativen:
Mit zwei Hauptsätzen und Possessivartikel

Das ist die Frau. Ihr Mann wird des Diebstahls bezichtigt.

Hauptsatz mit Genitivattribut:
Der Mann der Frau wird des Diebstahls bezichtigt.

Relativpronomen im Genitiv
Es fehlen die finanziellen Mittel, derer / deren es bedarf, um das Projekt zu realisieren.

Alternativ:
Hauptsatz + Verb mit Genitivergänzung
Es bedarf finanzieller Mittel, um das Projekt zu realisieren.

Beispiele: 

Maskulines Bezugswort
Das ist der Musiker, dessen Ferienhaus in Brasilien steht. 

Neutrales Bezugswort
Das ist das Kind, dessen Ferienhaus in Brasilien steht.

Feminines Bezugswort
Das ist die Musikerin, deren Ferienhaus in Brasilien steht.

Bezugswort im Plural Das sind die Kinder, deren Eltern ein Ferienhaus in Brasilien haben.

Übung

Konjunktiv 2 Passiv in der Gegenwart und Vergangenheit

Gebrauch

Man gebraucht den Konjunktiv II, um höfliche Fragen, Anforderungen, Vermutungen oder Ratschläge, Wünsche, Spekulationen oder auch Irreales auszudrücken. 

Formen – Konjunktiv 2 im Passiv

Gegenwart

Man bildet den Konjunktiv II der Gegenwart im Passiv mit dem Konjunktiv 2 von “werden” (würde) und dem Partizip 2. Die Form ähnelt dem Passiv Präsens in der Gegenwart. Lediglich das Hilfsverb “werden” steht im Konjunktiv 2. 

Konjunktiv 2 der Gegenwart: würde + Partizip 2 

Gegenwart mit Modalverb

Man bildet den Konjunktiv II der Gegenwart im Passiv mit Modalverb mit dem Konjunktiv 2 des jeweiligen Modalverbs (könnte, müsste, dürfte, sollte, wollte), dem Partizip 2 und dem Hilfsverb “werden”. 

Konjunktiv 2 der Gegenwart mit Modalverb:
Modalverb im Konjunktiv 2 + Partizip 2 + werden

Vergangenheit

Es gibt nur eine Vergangenheitsform des Konjunktivs 2. Man gebraucht den Konjunktiv 2 der Vergangenheit mit Modalverben häufig, um sein Bedauern / seine Anteilnahme zu einer vergangenen Situation auszudrücken. Außerdem gebraucht man sie auch, um nachträgliche Kritik an einer vergangenen Situation / Handlung zu üben. 

Man bildet den Konjunktiv 2 der Vergangenheit im Passiv mit dem Hilfsverb “sein” im Konjunktiv 2 (wäre) sowie dem Partizip 2 und dem verkürzten Partizip 2 von werden: “worden”. Im Hauptsatz steht das Hilfsverb vor dem Partizip 2 und worden. Im Nebensatz steht das Hilfsverb im Konjunktiv 2 “wäre” am Ende. 

Konjunktiv 2 der Vergangenheit im Passiv: wäre + Partizip 2 + worden

Vergangenheit mit Modalverb

Man bildet den Konjunktiv 2 der Vergangenheit im Passiv mit Modalverb mit dem Konjunktiv 2 von “haben” (hätte), dem Partizip 2, dem Hilfsverb “werden” und dem jeweiligen Modalverb.

Konjunktiv 2 der Vergangenheit mit Modalverb:
hätte + Partizip 2 + werden

Beispiele: 

1) Das Notebook wird nicht gut verkauft, weil das Design altmodisch, die Akkulaufzeit kurz und das Gewicht zu schwer ist.

Gegenwartsform des Konjunktivs 2 im Passiv
Das Notebook würde besser verkauft, wenn das Design moderner, die Akkulaufzeit länger und das Gewicht geringer wäre.

2) Die Weinflasche steht schon seit einer Stunde hier. 

Gegenwartsform des Konjunktivs 2 im Passiv mit Modalverb
Die Weinflasche sollte endlich mal geöffnet werden.

3) Die Rechnung wurde nicht bezahlt. Deshalb wurde eine Mahnung ausgestellt.

Vergangenheitsform des Konjunktivs 2 im Passiv
Wäre die Rechnung bezahlt worden!

Vergangenheitsform des Konjunktivs 2 im Passiv mit Modalverb
Die Rechnung hätte bezahlt werden müssen.

4) Die Weinflasche steht schon seit einer Stunde hier.

Vergangenheitsform des Konjunktivs 2 im Passiv
Wäre das Paket abgeholt worden!

Vergangenheitsform des Konjunktivs 2 im Passiv mit Modalverb
Das Paket hätte bereits abgeholt werden sollen.

5) Mein Gehalt wurde zu spät überwiesen.

Vergangenheitsform des Konjunktivs 2 im Passiv
Wäre mein Gehalt rechtzeitig überwiesen worden!

Vergangenheitsform des Konjunktivs 2 im Passiv mit Modalverb
Mein Gehalt hätte rechtzeitig überwiesen werden müssen.

Einfache Erklärung im Video

Konjunktiv 2 mit Modalverben in der Gegenwart und Vergangenheit

Konjunktiv 2 mit Modalverben

Gebrauch

Man gebraucht den Konjunktiv II, um höfliche Fragen, Anforderungen, Vermutungen oder Ratschläge, Wünsche, Spekulationen oder auch Irreales auszudrücken. 

Formen – Konjunktiv 2 mit Modalverben

Gegenwart

Konjunktiv 2 mit Modalverb in der Gegenwart

Für die Bildung des Konjunktivs II in der Gegenwart gebraucht man die “klassischen” Formen. Man kann diese Formen von den Stammformen des Präteritums des jeweiligen Verbs ableiten. Das Präteritum des Modalverbs “müssen” lautet in der 1. und 3. Person Singular “musste”. Wenn man den Umlaut des Vokals bildet, erhält man die Konjunktivform “müsste”. Die Modalverben “sollen” und “wollen” bilden eine Ausnahme von dieser Regel, da sie nicht umgelautet werden. 

Überblick über die Gegenwartsformen des Konjunktivs 2 der Modalverben

 könnenmüssendürfensollenwollenmöchten
ichkönntemüsstedürftesolltewolltemöchte
dukönntestmüsstestdürftestsolltestwolltestmöchtest
er/sie/eskönntemüsstedürftesolltewolltemöchte
wirkönntenmüsstendürftensolltenwolltenmöchten
ihrkönntetmüsstetdürftetsolltetwolltetmöchtet
sie/Siekönntenmüsstendürftensolltenwolltenmöchten

Vergangenheit

Es gibt nur eine Vergangenheitsform des Konjunktivs 2. Man gebraucht den Konjunktiv 2 der Vergangenheit mit Modalverben häufig, um sein Bedauern / seine Anteilnahme zu einer vergangenen Situation auszudrücken. Außerdem gebraucht man sie auch, um nachträgliche Kritik an einer vergangenen Situation / Handlung zu üben. 

Konjunktiv 2 mit Modalverb in der Vergangenheit

Man bildet den Konjunktiv 2 in der Vergangenheit mit dem Hilfsverb “haben” im Konjunktiv 2 sowie jeweils mit einem Vollverb und einem Modalverb im Infinitiv. Im Hauptsatz steht das Hilfsverb vor dem Voll- sowie Modalverb. Im Nebensatz bleibt die Reihenfolge gleich. Das Hilfsverb steht immer unmittelbar vor dem Voll- und dem Modalverb. 

Beispiele: 

1) Ich habe meine Prüfung nicht bestanden. 
Ich hätte mehr für die Prüfung lernen müssen.

2) Leider habe ich beim Abbiegen einen Fahrradfahrer umgefahren. 
Ich hätte beim Abbiegen den Schulterblick nicht vergessen dürfen.

3) Ich konnte die Rechnung nicht bezahlen, weil ich kein Geld dabei hatte.
Wenn ich Geld dabei gehabt hätte, hätte ich die Rechnung bezahlen können.

4) Arianna musste die Bibliothek verlassen, weil sie telefoniert hat.
Arianne hätte nicht in der Bibliothek telefonieren dürfen.

5) Wir sind zu spät am Flughafen angekommen, weil wir zu spät losgefahren sind. Jetzt haben wir den Flug verpasst!
Wir hätten frühzeitig losfahren sollen!

Übung