Wortschatz lernen – Strategien für Deutschlerner/-innen

Im Fremdsprachenunterricht wird immer noch sehr viel Wert auf ein Vokabelheft gelegt, was bei vielen Lernenden nur zu einem sturen Pauken der Wortschatzlisten führt. Kurzfristig mag ein Erfolg sichtbar sein, jedoch zeigt sich, dass ein Großteil des Wortschatzes nach dem Vokabeltest wieder in Vergessenheit gerät. In diesem Beitrag sollen Strategien aufgezeigt werden, die dabei helfen können, den Wortschatz langfristig zu behalten.

Wortschatz lernen - Strategien

Wenn wir nach einem bestimmten Wort suchen, greifen wir auf unser mentales Lexikon zu, in dem lexikalische Einheiten komplex miteinander vernetzt und gespeichert sind. Vielleicht kennen Sie auch die Situation, wenn Sie nach einem Wort suchen und Sie das Konzept bereits gefunden haben, aber Ihnen das passende Wort einfach nicht einfallen will? Oder umgekehrt, dass Sie ein Wort lesen, hören oder äußern und Sie gerade einfach nicht wissen, was es bedeutet? Dieses Phänomen wird auch als tip- of-the-tongue phenomenon (TOT) (Zungenspitzenphänomen) bezeichnet und legt die Vermutung nahe, das die Ausdrucksseite (Schrift- und Lautbild) eines Wortes einerseits und die Inhaltsseite (Konzept) andererseits in getrennten Bereichen des Gehirns verortet sein müssen. Dieses Phänomen zeigt, wie komplex unser neuronales Netzwerk aufgebaut ist. Um in diesem komplexen Netzwerk Wortschatz langfristig abspeichern zu können, bedarf es allerdings einiger geeigneter Hilfsmittel und Strategien, die wir Ihnen in diesem Beitrag an die Hand geben wollen. 

Allgemeine Tipps zum Wortschatzlernen 

Wenn Sie mit Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache beginnen und ein neues Wort wie z.B. das Nomen „Buch“ lernen, sollten Sie folgende allgemeine Hinweise berücksichtigen. Bitte lernen Sie das Nomen nicht isoliert, sondern zusammen mit dem jeweiligen Artikel. Schreiben Sie das Nomen mit dem Artikel “das Buch” auf eine Karteikarte, heben Sie den Artikel farbig hervor und formulieren Sie einen einprägsamen Beispielsatz oder eine Geschichte. Je kreativer Sie bei der Wahl Ihres Beispielsatzes vorgehen oder je mehr ein Wort an persönliche Erfahrungen geknüpft ist, desto leichter wird es Ihnen fallen, diesen lexikalischen Eintrag in Ihrem mentalen Lexikon abzuspeichern.
In einigen Fällen ist eine isolierte Betrachtung bestimmter Nomen nicht aussichtsreich, da man z.B. idiomatische Wendungen ohne kontextuelles und kulturelles Hintergrundwissen nicht verstehen kann. Wenn Sie wissen, was “das Rad” bedeutet, stellen Sie sich vielleicht ein Fahrrad vor. Sie verknüpfen ein Laut- und Schriftbild mit einem Konzept und können diese Informationen sogar in einem Satz einbetten. Damit haben Sie eine Bedeutung des Nomens “Rad” erfolgreich abgespeichert. Leider benötigen Sie bei einer idiomatischen Wendung wie z.B. “Ich drehe am Rad.” auch kontextuelles Wissen, d.h. Wissen darüber, wie der Satz im deutschsprachigen Kulturraum verstanden wird. In diesem Fall geht die Bedeutung des Satzes über die Einzelbedeutung von “das Rad” und “drehen” hinaus, denn der Satz bedeutet nicht, dass Sie ein Rad durch Drehen in Bewegung setzen, sondern, dass Sie zum Sprechzeitpunkt verrückt werden. Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass Sie die Äußerung „Ich drehe am Rad“ nur im Kontext verstehen können, um zwischen wörtlicher und übertragener Bedeutung unterscheiden zu können. 

Wie lerne ich neuen Wortschatz?

Relevanz

Lernen Sie Wortschatz, der für Sie relevant ist. Was benötigen Sie, um Ihren Alltag sprachlich zu bewältigen? Brauchen Sie für Ihre Arbeit bestimmten Wortschatz? (Wirtschaftsdeutsch, Deutsch für Mediziner, etc.) oder für bestimmte Textsorten? (eine formelle E-Mail, ein Bewerbungsschreiben, …)

Folgen Sie Ihren Interessen

Lernen Sie Wortschatz, der Sie thematisch interessiert. Es gibt nichts Schlimmeres, als dass Sie etwas lernen, was Sie nicht interessiert. In einem B1-Kurs an der Universität Heidelberg haben wir mit einem Lehrwerk gearbeitet, in dem ein Haustier abgebildet war, was man als Gesprächsanlass nutzen sollte. Es gibt höchstwahrscheinlich viele andere Themen, über die Sie lieber sprechen würden. Folgen Sie Ihren Interessen! Denn wenn etwas nicht Ihren Interessen entspricht, sinkt Ihre Motivation. Und ohne Motivation wird Ihnen das Lernen deutlich schwieriger fallen. 

Lernen Sie Chunks

Hören Sie Muttersprachlern/-innen zu und achten Sie auf die Wortwahl in bestimmten Kontexten. Es gibt Wendungen, die sehr häufig vorkommen. 
Diese immer wieder auftretenden, formelhaften Wendungen, nennt man auch Chunks. Lernen Sie diese Chunks
Beispiele:
„Guten Tag!“
„Auf Wiedersehen.“
„Wie geht’s?“ – „Mir geht’s gut und dir?“ 
„Was darf es bei Ihnen sein?“ – „Ich hätte gern …“

Chunks sind nicht auf die mündliche Sprache beschränkt, sondern auch im Schriftlichen wie z.B. in E-Mails, Chats, sozialen Medien zu finden. 
Beispiele:  Chunks in E-Mails
Formelle Anrede: Sehr geehrter Herr … / Sehr geehrte Frau …
Formelle Grußformel: Mit freundlichen Grüßen, …
Informelle Anrede: Liebe/-r …
Informelle Grußformel: Liebe Grüße, …

Führen Sie Selbstgespräche

Sollten Sie keine Tandempartnerin oder keinen Tandempartner haben, können Sie auch Selbstgespräche führen. Diese Methode hilft Ihnen nicht nur dabei, Ihre Sprechfertigkeit zu trainieren, sondern hilft auch dabei, fehlenden Wortschatz zu erkennen. Oftmals bemerkt man in (Selbst-)Gesprächen, welche Wörter fehlen. 

Lesen Sie didaktisierte Zeitungen / Zeitschriften

Sie können Ihren Wortschatz auch mit didaktisierten Materialien vertiefen. Dazu gehört z.B. die Sprachzeitung vom Schünemann Verlag, in der Sie didaktisierte Texte aus originalen deutschen Zeitungen finden. Die Originalartikel wurden vereinfacht und verfügen über authentische Texte mit großer Themenvielfalt. Zudem finden Sie eine Angabe zum Sprachniveau sowie Wortschatzerklärungen auf Deutsch. 

Deutsch Perfekt“ ist eine Zeitschrift, die speziell für Deutschlernerinnen und Deutschlerner aufgelegt wird. Jede Ausgabe verfügt über interessante Themen zu Gesellschaft und Kultur sowie aktuellen Entwicklungen, die im deutschsprachigen Kulturraum für Gesprächsstoff sorgen. Jeder Artikel enthält einen Hinweis auf das entsprechende Sprachniveau und hält Erklärungen zum Wortschatz bereit. Darüber hinaus beinhaltet jede Ausgabe Übungen zu Wortschatz, Grammatik und Aussprache und gibt Lernenden Tipps und Anregungen zum Weiterlernen. Aufgrund der vielfältigen Themen und umfassenden Übungen ist die Sprachzeitung von „Deutsch Perfekt“ sehr zu empfehlen. 

Sehen Sie Filme oder Serien auf Deutsch

Schauen Sie Filme auf Deutsch (am besten mit deutschen Untertiteln). Man trainiert das Hörverstehen und lernt oft authentische Sprache (Redewendungen, Umgangssprache etc.). Wenn Sie eine Lieblingsserie haben, schauen Sie diese einfach nochmal, aber auf Deutsch. Der Kontext ist Ihnen bereits bekannt, daher wird es Ihnen leichter fallen, den Inhalt zu verstehen. 
Eine sehr unterhaltsame Serie ist „Türkisch für Anfänger„, in der sich alles um die verrückte Patchworkfamilie der „Schneider-Öztürks“ dreht. Es werden nicht nur pubertierende Alphatiere, sondern auch kulturelle Unterschiede auf witzige Weise in Szene gesetzt. Wer einen guten Sinn für Humor hat, wird mit dieser Serie sehr viel Spaß haben und kann nebenbei auch noch Deutsch lernen. 

Eine weitere Serie, die es einigen Lernenden angetan hat, ist „Dark“. Die Serie stammt eher aus den Genres Thriller, Mystery oder Science-Fiction. Im Mittelpunkt des Geschehens steht das Verschwinden zweier Kinder, dessen Spurensuche viele Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Tageslicht bringt. 

Deutsch lernen mit Nachrichten


Auf dw.com bleiben Sie nicht nur topinformiert, sondern können auch Deutsch lernen. Mit den langsam gesprochenen Nachrichten der Deutschen Welle haben Sie eine ausgezeichnete Quelle, die Ihnen dabei hilft, das aktuelle Geschehen im deutschsprachigen Raum mit einem fortgeschrittenen Wortschatztraining zu verbinden. Sie können die Nachrichten im Originaltempo als auch in einer langsameren Version anhören. Zudem haben Sie die Möglichkeit, das Transkript mitzulesen, was das Hörverstehen zusätzlich unterstützt. Darüber hinaus können Sie die Nachrichten als mp3-Datei herunterladen sowie auf ein Glossar zugreifen, indem häufige Begriffe und Wörter aus der Nachrichtensprache erklärt werden. Für fortgeschrittene Lerner/-innen sind die langsam gesprochenen Nachrichten absolut zu empfehlen!


Hören Sie Musik

Hören Sie deutsche Musik und singen Sie den Liedtext mit. Diese Methode ist einfach, macht Spaß und wirkt sich positiv auf Ihren Lernerfolg aus. Wenn Sie mitsingen und sich beim Musikhören bewegen, werden zudem verschiedene Sinne angesprochen. Zudem eignet sich das Hören und Mitsingen auch, um die Aussprache zu trainieren. 
Einige ausgewählte Lieder mit einer Angabe des Sprachniveaus finden Sie hier
Didaktisierte Liedtexte und das dazugehörige Lied finden Sie z.B. auf deutschlernerblog.de oder auf dem Blog deutschmusikblog.de.


Übungsbücher / Wortschatztrainer 

Wenn Sie sich nicht genau entscheiden können, zu welchem Thema Sie Wortschatz lernen und wie Sie dabei vorgehen sollen, könnte es sinnvoll sein, wenn Sie einen Blick in die Wortschatztrainer der Verlage werfen. 

Das Übungsbuch „Sage und Schreibe“ von den Autoren Fandrych und Tallowitz ist im Klett-Verlag erschienen und umfasst Wortschatz für die Sprachniveaustufen A1 bis B1. Da sich dieser an den gängigen Prüfungsformaten wie z.B. Goethe- oder ÖSD-Prüfungen orientiert, sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie Wortschatz suchen, der Ihrem Sprachniveau entsprechen soll. Bedenken Sie jedoch, dass jeder Lernende andere Bedürfnisse hat und die Vorgaben der Verlage lediglich Orientierungen darstellen. Sie entscheiden letztendlich, welchen Wortschatz Sie zur Bewältigung Ihrer sprachlichen Handlungen benötigen.
 
Alternativ können Sie sich auch den Wortschatztrainer vom Duden-Verlag ansehen, der ebenfalls abwechslungsreiche Übungen auf den Sprachniveaustufen A1-B1 beinhaltet. 



Etwas umfangreicher ist das „Große Übungsbuch“ von Techmer und Brill, das im Hueber-Verlag erschienen ist. Auf 400 Seiten finden Sie Wortschatzübungen zu allen wichtigen Themen der Niveaustufen A2 bis C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens.


Wortschatz lernen mit allen Sinnen

Es gibt zahlreiche Methoden, wie Sie Ihren Wortschatz trainieren und ihn langfristig behalten können. Neben regelmäßigen Wiederholungen und der aktiven Sprachverwendung, sollten Sie beim Wortschatzerwerb darauf achten, dass Sie mehrere Sinneskanäle gleichzeitig aktivieren. Ein Wort, das Sie lediglich lesen, behalten Sie nachweislich schlechter, als ein Wort, das Sie schreiben, sprechen, hören und in Bewegung lernen. Im Folgenden finden Sie einige Tipps darüber, wie Sie konkrete und abstrakte Wörter lernen und besser behalten können. 

KONKRETE WÖRTER

Man kann sich Wörter besser merken, indem man sie über mehrere Sinneskanäle lernt (sprechen, hören, sehen, bewegen ….)
Zudem kann es helfen, wenn Sie sich Gegenstände erfahrbar machen. Wenn Sie ein Nomen wie z.B. „das Buch“ lernen, können Sie ein Buch in die Hände nehmen, darin blättern, daran riechen oder sich an bestimmte Situationen erinnern, die positive Erinnerungen in Ihnen wecken.
Für manche Menschen, einschließlich meiner Person, hat sich „Lernen in Bewegung“ als erfolgsversprechend erwiesen. Anstatt Vokabeln liegend auf dem Sofa zu lernen, kann es helfen, wenn Sie diese in Bewegung lernen und dabei z.B. auf und ab gehen. 
Schließlich eignen sich konkrete Situationen, um neuen Wortschatz und bestimmte Redemittel zu lernen. Das können Gespräche in einem Restaurant oder in der Bäckerei sein oder auch einzelne Wörter oder wichtige Redemittel in Beruf und Freizeit. Wichtig ist, dass der zu lernende Wortschatz für Sie relevant ist. Daher empfiehlt es sich, dass Sie bei der Arbeit mit einem kurstragenden Lehrwerk auch Ihre Interessen berücksichtigen. Sollten Sie beruflich Deutsch lernen, ist ein Lehrwerk zu empfehlen, das allgemein für die deutsche Sprache in der Arbeitswelt oder gar auf ein bestimmtes Berufsbild vorbereitet. Sollten Sie in Ihrer Freizeit gerne ins Fitnessstudio gehen, können Sie Fitnessgeräte (das Laufband, das Ergometer, die Hantel, …) oder Abläufe in einem Fitnessstudio (ankommen, umziehen, dehnen, trainieren, …) lernen. 

ABSTRAKTE WÖRTER

Bei abstrakten Wörtern wird es etwas schwieriger, da Sie diese nicht einfach in die Hand nehmen können wie etwa ein Buch. Dennoch können Sie auch abstrakte Wörter mit Ihren Sinnen verknüpfen. Wenn Ihnen das Meer ein Gefühl von Freiheit vermittelt und auch der Meeresduft bereits dieses Gefühl auslöst, können Sie das abstrakte Nomen „die Freiheit“ an diesen Geruch koppeln. Genauso könnten Sie das Nomen auch mit Geräuschen wie Meeresrauschen oder Möwenschreie verknüpfen, um die Behaltensleistung des abstrakten Nomens „Freiheit“ zu optimieren.
Manchen Lernern/-innen reicht es bereits, wenn sie ein Nomen wie z.B. Glück, Traum oder Zeit an persönliche Erfahrungen knüpfen. Gab es vielleicht einmal eine Situation, in der Sie wirklich Glück hatten? Falls ja, verbinden Sie diese persönliche Erfahrung mit dem zu lernenden Wort Glück. Wenn es Ihr Traum ist, eines Tages auszuwandern, stellen Sie sich bildlich Ihr Wunschszenario vor. Verbinden Sie diese Vorstellung bzw. Ihr persönliches Konzept dann mit der Ausdrucksseite (Schrift-/Lautbild) des Nomens „Traum„. 

INDIVIDUELLER & KULTURELLER BEZUG

Beim Wortschatzerwerb erwachsener Lerner/-innen sind individuelle als auch kulturelle Bezüge zu unterscheiden. 

Individuell
Wortbedeutungen sind an individuelle Erfahrungen gebunden. So könnte das Wort “See” z.B. für den einen mit schönen Kindheitserinnerungen verknüpft sein, weil man jedes Jahr mit der Familie an einen See gefahren ist, wohingegen es für andere eine negative Bedeutungskomponente haben kann, weil man eben nicht gerne schwimmt oder Angst vorm Wasser hat etc. 

Kulturell
Darüber hinaus ist beim Erlernen eines Wortes auch kulturelles Wissen notwendig, um das Konzept in der Zielsprache richtig zuweisen zu können. Denn vergleichen wir ein Kompositum wie z.B. „Silvesterfeier“ kulturübergreifend, lassen sich große Unterschiede hinsichtlich der kulturellen Traditionen zwischen China und Deutschland feststellen. Wenn chinesische Lerner/-innen dieses Wort übersetzen und mit der heimischen Bedeutung übersetzen, ohne zu wissen, wie man eine Silvesterfeier in Deutschland gestaltet, ist das zugewiesene Konzept ein anderes, als wenn sie das Wort auch mit dem kulturellen Konzept des Ziellandes verknüpfen. 

Semantische Relationen – Gegensatzpaare

Wenn Sie ein neues Wort lernen, sollten Sie dieses im Kontext lernen und am besten in einen einprägsamen Beispielsatz einbetten. Bei Adjektiven bietet es sich an, wenn Sie zu jedem Adjektiv auch das Gegenteil mitlernen (sofern es eins gibt).

Beispiele:
groß – klein | Kontext: Ein Riese ist groß. – ein Zwerg ist klein. | Zusatz: Ableitung: riesengroß

heiß – kalt | Kontext: Tee ist heiß. – Eis ist kalt.| Ableitung: eiskalt

Semantische Relationen – Synonyme

Zu jedem neuen Wort können Sie Wörter mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung aufschreiben. 

Beispiele:
gehen: laufen, schlendern, flanieren, sich fortbewegen, marschieren, watscheln, schleichen, ….

Semantische Relationen – Wortfelder / Wortfamilien

Außerdem können Sie Ihren Wortschatz strukturieren, indem Sie Wörter in Wortfeldern (Assoziogramm) lernen. Sie können ein Assoziogramm erstellen, um sachliche Zusammenhänge wie z.B. Medien oder Kleidung darzustellen:

Beispiel:
Medien: der Fernseher -. das Radio – das Buch – die CD/die DVD – die Zeitung 

Kleidung: der Pullover, das Kleid, die Jeans, das T-Shirt, …

Überdies wäre auch die Arbeit mit Wortfamilien denkbar, wie das Beispiel zum Nomen „Arbeit“ in Fandrych und Tallowitz (2015: 12) zeigt.

Fandrych, C.; Tallowitz, U. (2015): Sage und Schreibe. Übungswortschatz Grundstufe A1 – B1 mit Lösungen. Stuttgart: Klett, S.12. 

Mnemotechnik – Eselsbrücke

Eselsbrücken haben sich bei vielen Lernenden als ausgezeichnete Methode erwiesen, wenn es darum geht, Wortschatz langfristig abzuspeichern. Dazu bedarf es allerdings Geduld, da man sich zunächst eine Eselsbrücke für ein zu erlernendes Wort bauen muss. Das kann z.B. ein Merksatz, ein falscher Freund oder ein Reim sein.

Beispiel:
die Tapete – o papel de parede 
Das Nomen „die Tapete“ bedeutet auf Portugiesisch „o papel de parede“. Außerdem gibt es ein Wort, das im Portugiesischen gleich geschrieben wird, aber eine andere Bedeutung hat: o tapete. Allerdings bedeutet „o tapete“ im Deutschen „Teppich“. Nun könnte man folgende Eselsbrücke bauen, um das Wort „Tapete“ zu lernen:
O papel de parede está no tapete. (Die Tapete liegt auf dem Teppich.)
Als portugiesischsprachige/-r Deutschlerner/-in kann man nun eine Verbindung zwischen den falschen Freunden „die Tapete“ und „o tapete“ (der Teppich) aufbauen, um schließlich eine Brücke zur Übersetzung „o papel de parede“ zu bauen. 

 

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