DaF/ DaZ | Präpositionen mit dem Genitiv

Rektion der Präpositionen

Eine wesentliche Eigenschaft von Präpositionen ist die sogenannte Rektion. Unter Rektion versteht man die Fähigkeit einer Präposition, den Kasus einer nachfolgenden Nominalphrase zu bestimmten. Je nach Präposition folgt einer Nominalphrase im Akkusativ, Dativ oder Genitiv. Bei Wechselpräpositionen ist die Wahl des Kasus von der jeweiligen Bedeutung des Satzes abhängig.

Übersicht zu Präpositionen mit dem Genitiv

Hier finden Sie eine Übersicht zu Präpositionen mit dem Genitiv als PDF-Datei.

Bei den Präpositionen aufgrund und während ist zu beachten, dass diese in der Umgangssprache mit dem Dativ gebraucht werden können.

Eine Übersicht zu Präpositionen mit dem Akkusativ und/oder Dativ finden Sie hier.

Verben mit Dativergänzung | Lerntipps und Übersicht mit Beispielsätzen

Verben mit Dativ: Wie wird Kasus signalisiert?

Die folgende Illustration zeigt, dass es Verben gibt, die eine Dativergänzung fordern. Außerdem verdeutlicht sie, dass der Kasus an den Formen der Artikelwörter und Personalpronomen angezeigt wird. Die Formen und Endungen, die Dativ signalisieren, sind farbig hervorgehoben.

Deutsch lernen | Verben mit Dativergänzung

Übersicht: 25 Verben mit Dativ

Verben mit Dativ | verbs with dative

Tabelle: Weitere Verben mit Dativergänzung

Verben mit DativBeispielsatz
abratenEr rät ihr von ihrem Vorhaben ab.
absagenIch muss dir leider für heute Abend absagen.
ähnelnSie ähnelt ihrer Mutter sehr.
antwortenAntwortest du mir noch?
ausweichenWarum weichst du mir immer aus?
befehlenDie Lehrerin befiehlt ihm, seine Hausaufgaben zu machen.
begegnenFrodo begegnet einem unheimlichen Wesen.
beistehenIn guten und schlechten Zeiten stand er ihr bei.
dankenIch danke dir.
dienenDas Volk diente ihrem König.
drohenDem Unternehmen drohen Sanktionen.
einfallenWas fällt Ihnen ein?
entgegenkommenIch kann Ihnen mit dem Preis ein wenig entgegenkommen.
fehlenMir fehlen die Worte.
folgenFolgen Sie mir ins Paradies.
gefallenDie Wohnung gefällt mir.
gehorchenDer Hund gehorcht seinen Herrchen nicht.
gehörenWem gehört das Buch?
gelingenDas gelingt uns nicht oft.
genügenEin kleines Zimmer genügt ihr.
glaubenWir glauben ihm nicht.
gratulierenSie gratuliert ihm zum Geburtstag.
guttunDer Urlaub wird dir guttun.
helfenKönnen Sie mir bitte helfen?
hinterherlaufenEr ist mir die ganze Zeit hinterhergelaufen.
es gehtEs geht mit sehr gut.
missfallenDer Gedanke missfiel ihr.
misslingenDas Essen ist mir misslungen.
sich nähernDer Rettungswagen näherte sich dem Unglücksort.
nachlaufenWarum laufen Sie mir ständig nach?
nützenDie Gebrauchsanleitung nützt mir nichts.
passenDie Hose passt mir nicht. Sie ist viel zu eng.
passierenMir ist etwas ganz Doofes passiert.
ratenWozu rätst du mir?
reichenReicht dir eine einfache Kopie?
schadenDie Steueraffäre schadet seinem Image.
schmeckenSchmeckt euch das Essen?
stehenDie Jacke steht dir nicht.
trauenIch traue ihm kein Wort!

Grammatik: Das Perfekt mit “sein”. Über die Vergangenheit sprechen (2.2)

Das Perfekt ist eine Zeitform des Verbs, mit der wir Aussagen über vergangene Ereignisse, Handlungen oder Zustände machen können. Das Perfekt mit sein wird mit Verben gebildet, die eine Bewegung oder eine Zustandsänderung anzeigen. Eine Bewegung wird beispielsweise durch die Verben gehen, rennen, fahren, fliegen, ankommen, aussteigen etc. angezeigt. Eine Zustandsänderung durch wachsen, werden, einschlafen etc. Im Gegensatz zum Perfekt mit haben, bilden nur wenige Verben das Perfekt mit sein. 

Perfekt mit sein

Unseren Beitrag zum Perfekt mit haben, finden Sie hier: Grammatik: Das Perfekt mit “haben”. Über die Vergangenheit sprechen (2.1)

Grammatik: Das Perfekt mit “haben”. Über die Vergangenheit sprechen (2.1)

Wir haben bereits an anderer Stelle das Präteritum eingeführt. Mit dem Präteritum können wir Äußerungen über Ereignisse machen, die in der Vergangenheit liegen. Im Unterschied zum Perfekt, wird das Präteritum aber meist nur in der Schriftsprache verwendet, vor allem in Erzählungen, Romanen oder Berichten. Wenn wir in Alltagsgesprächen über die Vergangenheit sprechen, wird meistens das Perfekt verwendet. Eine Ausnahme bilden die Verben sein, haben und werden, die selten im Perfekt verwendet werden und somit auch in der gesprochenen Sprache im Präteritum genutzt werden. Mein Wochenende könnte ich wie folgt beschreiben:

Am Wochenende war (Präteritum) ich mit meiner Freundin in Heidelberg. Wir haben uns das Heidelberger Schloss angesehen und haben ein Eis gegessen. Danach haben wir Freunde getroffen und haben einen Spaziergang am Philosophenweg gemacht. Von dort oben hatten (Präteritum) wir eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt, das Schloss und den Neckar. Wir hatten (Präteritum) ein sehr schönes Wochenende. 

Wichtig ist, dass man in der gesprochenen Sprache nicht nur eine Zeitform verwendet, wenn man über die Vergangenheit spricht.

Bildung des Perfekts

Das Perfekt wird mit der konjugierten Form der Hilfsverben haben oder sein und dem Partizip II gebildet.

Perfekt mit haben.jpg

Das Perfekt mit sein werden wir in einem gesonderten Beitrag erklären. Hier geht’s zum Beitrag: Grammatik: Das Perfekt mit “sein”. Über die Vergangenheit sprechen (2.2)

Lokale Präpositionen: “aus” und “von” (Woher?)

Grammatik: Lokale Präpositionen: “aus” und “von”. 

Mit den lokalen Präpositionen aus und von kann man auf die Frage “Woher kommen Sie?” antworten.

Beispiel:

Sprakuko: Woher kommst du?

David: Ich komme gerade vom Bäcker. Ich habe Brot gekauft.

Die lokale Präposition von liefert uns nähere Informationen über den Ausgangspunkt/ – ort. Nach den Präpositionen aus und von steht Dativ.

Grammatik Lokale Präpositionen (Woher).jpg

Quelle der Illustrationen: (c) Pixabay.com