der oder das Kommentar?! – Maskulinum oder Neutrum?!

der oder das Kommentar - Deutsche Grammatik

Die Wahl des Artikels ist für Deutschlernerinnen und Deutschlerner eine der schwierigsten Aufgabe. Ein Beispiel hierfür ist das Nomen “Kommentar”. Welcher Artikel ist hier richtig? Sagt man “der” oder “das” Kommentar? Weiterlesen der oder das Kommentar?! – Maskulinum oder Neutrum?!

Dankeschön oder Danke schön – Zusammen oder getrennt? Groß oder klein?

Dankeschön oder Danke schön Deutsche Rechtschreibung

Mit der Getrennt- und Zusammenschreibung haben auch deutsche Muttersprachlerinnen und Muttersprachler zu kämpfen. Schreibt man denn nun Dankeschön oder Danke schön? In diesem Beitrag lernen Sie, wann Sie zusammen- oder getrennt schreiben und ob Sie groß- oder kleinschreiben müssen. Weiterlesen Dankeschön oder Danke schön – Zusammen oder getrennt? Groß oder klein?

Fragewörter Wo? Wohin? Woher? Funktion und Beispiele

Die Fragewörter “Wo?”, “Wohin?” und “Woher?” haben verschiedene Funktionen. In diesem Beitrag lernen Sie, wann Sie die Fragewörter benutzen und was Sie bedeuten. 

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Zeitformen (Tempora) im Deutschen – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Tempora – Die Zeitformen in der deutschen Sprache

Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über die deutschen Zeitformen. Die Tabelle beinhaltet alle deutschen Tempusformen im Aktiv. Zu jeder Form finden Sie einen Beispielsatz sowie Erklärungen zur Bildung und zum Gebrauch der Tempusform.

Zeitformen im Deutschen Tabelle als PDF

Kurzübersicht – Wann benötige ich welche Zeitform?

  • Plusquamperfekt: Vorvergangenheit / Vorzeitigkeit
  • Präteritum: Vergangenheit (meist im Schriftlichen)
  • Perfekt: Vergangenheit (meist im Mündlichen)
  • Präsens: Gegenwart, Zukunft
  • Futur I: Zukunft, modale Bedeutung: Vermutungen in der Gegenwart (Tiago wird wohl zu Hause sein. = Ich glaube, dass er jetzt zu Hause ist.)
  • Futur II: Zukunft, modale Bedeutung: Vermutungen über etwas Vergangenes ( Tiago wird wohl gegangen sein. = Er ist jetzt nicht mehr im Büro, sondern schon zu Hause.)

Präsens

Präsens Funktion Gebrauch

Man gebraucht das Präsens,

  • um über Ereignisse in der Gegenwart zu sprechen
  • um über Ereignisse in der Zukunft zu sprechen und
  • um über zeitlose Tatsachen / Fakten zu sprechen, die immer wahr sind (generisches Präsens)
  • um über historische Ereignisse zu sprechen (historisches Präsens)

Präteritum

Präteritum Funktion Gebrauch

Man gebraucht das Präteritum, um über Ereignisse in der Vergangenheit zu sprechen.

Es ist die bevorzugte Tempusform in der geschriebenen Sprache. Die Hilfsverben haben, sein und werden sowie die Modalverben werden auch in der gesprochenen Sprache verwendet.

Perfekt

Perfekt Funktion Gebrauch

Man gebraucht das Perfekt,

  • um über Ereignisse in der Vergangenheit zu sprechen
  • um über abgeschlossene Ereignisse in der Vergangenheit zu sprechen, die Auswirkungen auf die Gegenwart haben (Seit wir gestritten haben, sprechen wir kein Wort mehr miteinander.)
  • um über abgeschlossene Ereignisse in der Zukunft zu sprechen (Morgen hat er alle Konzertkarten verkauft.)

Im Gegensatz zum Präteritum ist das Perfekt die bevorzugte Tempusform in der gesprochenen Sprache. Auch in der konzeptionell mündlichen Sprache, wie in Kurznachrichten oder in den sozialen Netzwerken benutzt man das Perfekt.

Plusquamperfekt

Plusquamperfekt Funktion Gebrauch

Das Plusquamperfekt gebraucht man, um über Ereignisse in der Vergangenheit zu sprechen, die vor einem anderen Ereignis passieren. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Vorvergangenheit oder Vorzeitigkeit. Ein Ereignis A geschieht vor einem Ereignis B. Oftmals werden Sätze im Plusquamperfekt mit der temporalen Subjunktion nachdem eingeleitet.

Futur I

Futur I Funktion Gebrauch

Man gebraucht das Futur I,

  • um über Ereignisse in der Zukunft zu sprechen
  • um Vermutungen über Ereignisse in der Gegenwart oder Zukunft zu machen (modale Verwendung)

Futur II

Futur II Funktion Gebrauch

Man gebraucht das Futur II,

  • um über abgeschlossene Ereignisse in der Zukunft zu sprechen
  • um Vermutungen über Ereignisse in der Vergangenheit zu machen (modale Verwendung)

Weitere Informationen zur deutschen Grammatik finden Sie in unserer Online-Grammatik.

tekamolo – Satzbau im Deutschen – Beispiele und Erklärung

tekamolo – Was bedeutet das?

Die Abkürzung “tekamolo” steht für temporal, kausal, modal, und lokal. Sie soll Lernern und Lernerinnen der deutschen Sprache dabei helfen, adverbiale Angaben in eine unbetonte Grundposition zu bringen. Diese stehen im Mittelfeld des Satzes, d.h. nach dem finiten Verb oder zwischen dem 1. und 2. Teil des Prädikats. Manchmal sagt man auch Satzklammer dazu, weil das Mittelfeld des Satzes von den Prädikatsteilen “umklammert” ist, also zwischen ihnen steht.

Nach adverbialen Angaben fragen

Man kann nach adverbialen Angaben fragen. Die folgenden Beispielen zeigen, wie man nach temporalen, kausalen, modalen und lokalen Angaben fragt.

  1. Wann musste das Auto wegen eines Motorschadens schnell zur Werkstatt gebracht werden? – gestern.
  2. Warum musste das Auto gestern schnell  zur Werkstatt gebracht werden? – wegen eines Motorschadens.
  3. Wie musste das Auto gestern wegen eines Motorschadens zur Werkstatt gebracht werden? – schnell.
  4. Wohin musst das Auto gestern wegen eines Motorschadens schnell gebracht werden? – zur Werkstatt.

BeispielWann?Warum?Wie?Wohin?
temporalkausalmodallokal
Das Automusstegestern wegen eines Motorschadensschnellzur Werkstattgebracht werden.

Positionen im Satz – Die Grundposition

Die Reihenfolge temporal, kausal, modal und lokal gilt als Grundposition des deutschen Satzes. Man spricht von einer unbetonten Satzposition, weil es keine “vorgeschriebene” bzw. deskriptive Reihenfolge ist, die immer gelten muss. Durch Topikalisierung können Angaben auch ins Vorfeld, also vor das Prädikat gerückt werden:

  1. Heute ist Vincent aufgrund des Platzregens klatschnass zum Unterricht erschienen.
  2. Aufgrund des Platzregens ist Vincent heute klatschnass zum Unterricht erschienen. 
  3. Klatschnass ist Vincent heute aufgrund des Platzregens zum Unterricht erschienen. 
  4. Zum Unterricht ist Vincent heute aufgrund des Platzregens klatschnass erschienen. 

Dennoch dient “tekamalo” als gute Lernhilfe, da in der Grundposition temporale vor kausalen, kausalen vor modalen und modalen vor lokalen Angaben stehen.

tekamolo - Stellung der Adverbiale im Satz

Weitere Übersichten zur deutschen Grammatik finden Sie in unserer DaF-Grammatik: Grammatik

Übung – Tekamolo

Aufgabe: Ziehen Sie die adverbialen Angaben an die geeignete (unbetonte) Position im Satz.

Wie heißen Sie auf Arabisch? – 10 Fragen zum Kennenlernen

Wie sagt man Wie heißen Sie auf Arabisch?

Wie sagt man “Wie heißen Sie” eigentlich auf Arabisch? In Integrationskursen spricht eine Vielzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Arabisch als Erst- bzw. Muttersprache. Um den Teilnehmenden Einstieg zur deutschen Sprache zu erleichtern, haben wir 10 grundlegende Fragen zum Thema “Kennenlernen” für Sie zusammengestellt.

Wie heißt du? / Wie heißen Sie? auf Arabisch

ما اسمك؟

Woher kommst du? / Woher kommen Sie? 

من أي بلد انت؟

Wo wohnst du? / Wo wohnen Sie?

اين تقطن/تسكن؟

Wie alt bist du? / Wie alt sind Sie?

كم عمرك؟

Was bist du von Beruf? / Was sind Sie von Beruf?

ماهي وظيفتك؟

Bist du verheiratet? / Sind Sie verheiratet?

هل انت متزوج ام أعزب؟

Hast du Kinder? / Haben Sie Kinder?

هل لديك أطفال؟

Was sind deine Hobbys? / Was sind Ihre Hobbys?

ماهي هواياتك؟

Welche Sprachen sprichst du? / Welche Sprachen sprechen Sie?

ماهي اللغات التي تتكلمها؟

Wie geht es dir? / Wie geht es Ihnen?

كيف حالك؟

Hier können Sie eine PDF-Datei der Übersicht herunterladen. Sie können die Datei vervielfältigen und für Ihre Unterrichtszwecke verwenden. Achten Sie jedoch auf das Urheberrecht.

W-Fragen Kennenlernen deutsch arabisch

Weitere Kopiervorlagen für Ihren Unterricht finden Sie hier: Kopiervorlagen/Arbeitsblätter

Wie heißen Sie? auf Türkisch? – 10 Fragen zum Kennenlernen

Wie sagt man "Wie heißen Sie" auf Türkisch?

Wie sagt man “Wie heißen Sie” eigentlich auf Türkisch? Laut einem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes von 2017 leben ca. 20 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, davon haben 2,9 Mio. – Stand 2015 – einen türkischen Migrationshintergrund. Obwohl die Einwanderung türkischer Menschen nach Deutschland auf eine lange Einwanderungsgeschichte zurückblickt, wissen die wenigsten Lehrkräfte etwas über die “Muttersprache” ihrer Kursteilnehmer/-innen. Wir haben 10 wichtige Fragen für Sie zusammengestellt, um Sie in Erst- und Integrationskursen etwas zu entlasten und hoffen, dass wir Ihnen einen kleinen Einblick in die türkischen Sprachstrukturen geben können.

Wie heißt du? / Wie heißen Sie? auf Türkisch 

(Senin) adin ne / Sizin adiniz ne?

Woher kommst du? / Woher kommen Sie? 

Sen nerelisin? / Siz nerelisiniz?

Wo wohnst du? / Wo wohnen Sie?

Nerede oturuyorsun? / Nerede oturuyorsunuz?

Wie alt bist du? / Wie alt sind Sie?

Kaç yaşındasın?/ Kaç yaşındasınız?

Was bist du von Beruf? / Was sind Sie von Beruf?

Mesleğin nedir? / Mesleğiniz nedir?

Bist du verheiratet? / Sind Sie verheiratet?

Evlimisin? / Evlimisiniz?

Hast du Kinder? / Haben Sie Kinder?

çocukların varmı? / çocuklarıniz varmı?

Was sind deine Hobbys? / Was sind Ihre Hobbys?

Hobilerin neler? / Hobileriniz neler?

Welche Sprachen sprichst du? / Welche Sprachen sprechen Sie?

Hangi dilleri konuşuyorsun? / Hangi dilleri konuşuyorsunuz?

Wie geht es dir? / Wie geht es Ihnen?

Nasılsın? / Nasılsıniz?

Auch im Türkischen ist eine Unterscheidung der Person möglich. Die fettgedruckten Wortbestandteile (Morpheme) weisen auf die informelle bzw. formelle Variante hin. So sagt man im Tükischen (Senin) adin ne? für “Wie heißt du?” und Sizin adiniz ne? für “Wie heißen Sie?“. Übrigens würde man für “Ich heiße …” auf Türkisch Benim adin ne sagen.

Hier können Sie eine PDF-Datei der Übersicht herunterladen. Sie können die Datei vervielfältigen und für Ihre Unterrichtszwecke verwenden. Achten Sie jedoch auf das Urheberrecht.

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Nominalisierung von Verben: Explizite Derivation und Konversion

Nominalisierung von Verben

Als Nominalisierung bezeichnet man einen Wortbildungsprozess, bei dem Nomen aus einer anderen Wortart gebildet werden. Häufig werden Nomen aus Verben abgeleitet (Nominalisierung von Verben).

Derivation (Ableitung) / Konversion: Worin liegen die Unterschiede?

Unter Derivation bzw. Ableitung versteht man einen Wortbildungsprozess. Man spricht von der expliziten Derivation, wenn man durch Affigierung ein bestehendes Wort in eine neue Wortart überführt. Die Affigierung kann durch Hinzufügen eines Suffixes, Präfixes oder Zirkumfixes geschehen.

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Derivation / Ableitung: Wie bildet man Nomen aus Adjektiven?

Derivation Ableitung Nomen bilden aus einem Adjektiv

Derivation / Ableitung: Was ist das?

Unter Derivation bzw. Ableitung versteht man einen Wortbildungsprozess. Man spricht von der expliziten Derivation, wenn man durch Affigierung ein bestehendes Wort in eine neue Wortart überführt. Die Affigierung kann durch Hinzufügen eines Suffixes, Präfixes oder Zirkumfixes geschehen.

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kennen wissen können – Gebrauch und Unterschiede

kennen wissen können Unterschied

kennen – wissen – können

Die Verben kennen, wissen und können stellen Deutschlerner des öfteren vor Schwierigkeiten. Sie gehören zu den sprachlichen Zweifelsfällen, denen sich Deutschlernende stellen müssen. Nicht selten resultiert der falsche Gebrauch der Verben aus einem Interferenzfehler vom Englischen ins Deutsche. Dieser betrifft häufig die lexikalische Ebene, da sich der Wortschatz beider Sprachen sehr ähnlich ist. Wo man im Englischen das Verb to know gebraucht, gibt es im Deutschen jedoch die Verben kennen und wissen und in bestimmten Bedeutungszusammenhängen auch können. Diese gilt es in der deutschen Sprache zu unterscheiden, weil sie für bestimmte Kontexte vorgesehen sind. Weiterlesen kennen wissen können – Gebrauch und Unterschiede