Temporalsätze: Definition, Hinweise und Beispielsätze

Definition – Temporale Nebensätze

Temporale Nebensätze werden mit den Subjunktionen “als”, “bevor”, “bis”, “nachdem”, “sobald”, “solange”, “während” oder “wenn”  eingeleitet. Sie dienen der zeitlichen Anordnung eines Ereignisses oder mehrerer Ereignisse.

Temporaler Nebensatz mit als

Temporale Nebensätze mit “als” beschreiben einmalige Ereignisse in der Vergangenheit (siehe dazu auch die Subjunktion “wenn”, mit der mehrmalige Ereignisse in der Vergangenheit ausgedrückt werden).

  1. Als ich Kind war, träumte ich davon, fliegen zu können wie Peter Pan.
  2. Ich habe mich sofort in sie verliebt, als ich sie zum ersten Mal sah.

Temporaler Nebensatz mit bevor

Temporale Nebensätze mit “bevor” beschreiben Handlungen, die nach der Handlung des Hauptsatzes liegen. Mit diesen Nebensätzen wird Nachzeitigkeit ausgedrückt. Die Nachzeitigkeit wird durch unterschiedliche Tempusformen im Haupt- und Nebensatz markiert.

  1.  Bevor ich jogge, frühstücke ich nichts.
  2. Ich ging am See spazieren, bevor es heftig zu regnen begann.

Temporaler Nebensatz mit bis

Temporale Nebensätze mit “bis” beschreiben Handlungen, die nach der Handlung des Hauptsatzes liegen. Mit diesen Nebensätzen wird Nachzeitigkeit ausgedrückt. Die Nachzeitigkeit wird durch unterschiedliche Tempusformen im Haupt- und Nebensatz markiert.

  1.  Ich brauche mindestens noch drei Semester, bis ich mein Studium beende.
  2. Es waren viele Jahre vergangen, bis wir uns endlich wieder begegneten.

Temporaler Nebensatz mit nachdem

Temporalsätze mit “nachdem” beschreiben Handlungen, die vor der Handlung des Hauptsatzes liegen. Mit diesen Nebensätzen wird Vorzeitigkeit ausgedrückt. Die Vorzeitigkeit wird durch unterschiedliche Tempusformen im Haupt- und Nebensatz markiert.

  1. Nachdem er seine Hände gewaschen hatte, fing er an zu kochen.
  2. Nachdem ich mich bei ihr entschuldige habe, sprechen wir wieder miteinander.

Temporaler Nebensatz mit sobald

Temporale Nebensätze mit “sobald” drücken eine Handlung oder ein Ereignis aus, die/das vor der Handlung oder dem Ereignis des Hauptsatzes liegen. Das Ereignis des Nebensatzes liegt zeitlich vor dem Ereignis des Hauptsatzes.

  1. Sobald ich mit der Arbeit fertig bin, fahre ich nach Hause. (Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen)
  2. Ich bekomme Depressionen, sobald der Winter beginnt. (Erst fängt der Winter an, dann fangen meine Depressionen an)

Temporaler Nebensatz mit solange

Temporale Nebensätze mit “solange” drücken ein Ereignis aus, das gleichzeitig zu dem Ereignis des Hauptsatzes erfolgt. Eine Besonderheit dieser Nebensätze ist, dass sie das Ende beider Handlungen hervorheben.

  1. Solange ich regelmäßig trainiere, halte ich mein Gewicht. (Wenn ich nicht mehr regelmäßig trainiere, werde ich wohl auch mein Gewicht nicht mehr halten können)
  2. Bitte verhalten Sie sich leise, solange Sie sich in der Bibliothek aufhalten. (Wenn Sie die Bibliothek verlassen, müssen Sie sich auch nicht mehr leise verhalten)

Temporaler Nebensatz mit während

Um zwei gleichzeitig ablaufende Handlungen auszudrücken, benutzt man Temporalsätze mit “während”.

  1. Während ich eine Zeitung lese, trinke ich einen Tee.
  2. Während er zur Arbeit ging, blieb sie mit dem Kind zu Hause.

Temporaler Nebensatz mit wenn

Temporale Nebensätze mit “wenn” beschreiben einmalige Ereignisse in der Gegenwart oder in der Zukunft.

  1. Wenn ich heute mein Buch präsentiere, denke ich an dich.
  2. Wenn ich Klara am Freitagabend treffe, werde ich vor Aufregung wahrscheinlich kein Wort herausbringen.

Darüber hinaus werden Temporalsätze mit “wenn” genutzt, um mehrmalige Ereignisse in der Vergangenheit zu beschreiben.

  1. Es gab immer Apfelkuchen mit Sahne, wenn ich meine Großmutter besuchte.
  2. Wenn ich zur Arbeit fahre, höre ich die Nachrichten im Radio.

Hinweise

Einige temporale Nebensätze können durch Präpositionalangaben ersetzt werden.

Temporale Nebensätze mit während -> während + Genitiv

Temporaler Nebensatz: Während ich mit dem Zug nach Frankfurt fahre, lese ich ein Buch.

Temporale Präpositionalangabe: Während der Zugfahrt nach Frankfurt lese ich ein Buch.

Temporale Nebensätze mit wenn oder als -> bei + Dativ

Temporaler NebensatzWenn ich heute mein Buch präsentiere, denke ich an dich.

Temporale Präpositionalangabe: Bei meiner heutigen Präsentation denke ich an dich.

Temporale Nebensätze mit bevor -> vor + Dativ

Temporaler Nebensatz: Bevor ich jogge, frühstücke ich nichts.

Temporale Präpositionalangabe: Vor dem Joggen frühstücke ich nichts.

Temporale Nebensätze mit nachdem -> nach + Dativ

Temporaler Nebensatz: Nachdem er seine Hände gewaschen hatte, fing er an zu kochen.

Temporale Präpositionalangabe: Nach dem Händewaschen fing er an zu kochen. 

Beispielsätze – Temporale Nebensätze

  1. Während er einen Kaffee trinkt, liest er die Tageszeitung. (gleichzeitig)
  2. Nachdem er gefrühstückt hatte, fuhr er zur Arbeit. (Vorzeitigkeit)
  3. Bevor er zur Arbeit fuhr, frühstückte er. (Nachzeitigkeit)
  4. Als ich fünf Jahre alt war, verbrachte ich einen Sommer in Spanien. (einmaliges Ereignis)
  5. Wenn ich meine Oma besuchte, fühlte ich mich sehr wohl. (mehrmaliges Ereignis)
  6. Ich freue mich, wenn die Sonne scheint. (Angabe eines Zeitpunktes)
  7. Bitte ruf mich an, sobald du zu Hause ankommst. (Vorzeitigkeit)
  8. Solange du nicht aufgegessen hast, bleibst du am Tisch sitzen. (gleichzeitig, Nebensatz markiert Ende der Handlung des Hauptsatzes)
  9. Es waren viele Jahre vergangen, bis wir uns endlich wieder begegneten. (Nachzeitigkeit)

Deutsch lernen mit Bildern: Wortschatzvermittlung im Fremdsprachenunterricht

Im Unterricht stellen sich Lehrkräfte oftmals die Frage, wie sie ihren Schülern/Schülerinnen situationsadäquaten Wortschatz vermitteln sollen. Wir stellen eine Methode vor, mit der Sie den Wortschatz auf einfache Weise vermitteln können.

Wortschatzvermittlung im Anfängerunterricht

Für den Anfängerunterricht bietet sich etwa Wortschatz an, der zur Bewältigung einfacher Gespräche im Alltag relevant ist. Aus diesem Grund bietet es sich an, Wortschatz nach den Bedürfnissen der Lerner und in Themenblöcken zu vermitteln. Oft beginnen Lehrkräfte ihren Unterricht mit Vorstellungsrunden und befähigen ihre Lerner dazu, ihren Namen, ihr Herkunftsland und ihren Wohnort zu benennen. Das Lernziel ist klar und für die ersten Unterrichtseinheiten ausreichend: Die Lernenden können sich nach den Unterrichtseinheiten vorstellen und Informationen zu ihrer Person geben.

Methode zur Wortschatzvermittlung: Bildkarten

Für den Anfängerunterricht, in dem die Wortschatzarbeit eine große Rolle einnimmt, bieten sich Bildkärtchen* an.

Wortschatzvermittlung DaF
Praxistipp: Bildkartensets im Anfängerunterricht vom Verlag an der Ruhr

Die Bildkartensets vom Verlag an der Ruhr eignen sich gut für den Anfängerunterricht und richten sich an Deutschlerner/-innen ohne Vorkenntnisse. Zu dieser Zielgruppe gehören primär Teilnehmende in Erstorientierungs- oder Integrationskursen sowie Förderklassen. Die Bilder sind sehr präzise und eindeutig gestaltet, wodurch eine schnelle Identifizierung der gesuchten Wortes gefördert wird. Bis dato umfasst die Reihe Deutsch lernen mit Bildern 11 Bildkartensets zu folgenden Themenbereichen:

  • Adjektive
  • Im Kindergarten
  • In der Schule
  • In der Stadt
  • Kleidung und Körper
  • Lebensmittel
  • Mathematik
  • Medizin und Gesundheit
  • Natur und Umwelt
  • Verben
  • zu Hause

Jedes Bildkartenset verfügt über 60 Bild- oder Fotokarten. Zu jedem Bild bzw. Foto findet man auf der Rückseite der Karte das entsprechende deutsche Wort mit einer englischen, französischen und arabischen Übersetzung. Das Bildkartenset zu den Verben umfasst sogar 120 Bildkarten. Darüber hinaus gibt es zu jedem Set auch kurze Tipps zur Unterrichtsgestaltung mit diesen Kärtchen. Diese sind vor allem für ehrenamtliche Lehrer/-innen gedacht, die noch über keine Unterrichtserfahrung verfügen.

Fazit

Wir haben bisher eine gute Erfahrung mit dem Einsatz dieser Kärtchen im Unterricht gemacht. In einem äußerst heterogenen Erstorientierungskurs mit vielen arabisch-, englisch- und französischsprachigen Teilnehmenden haben wir die Kärtchen unterschiedlich eingesetzt: Zum einen kamen die Bildkärtchen als Verständnishilfe zu Einsatz. Fehlt einem Teilnehmer ein entsprechendes Wort, hilft der visuelle Reiz des Bildmaterials zusammen mit dem gesprochenen und/oder geschriebenen Wort dabei, das Wort zu verarbeiten. Zum anderen zur Einführung, Wiederholung oder Vertiefung der bestimmten und unbestimmten Artikel, der Pronomen, der Pluralformen sowie des Satzbaus. Generell eignen sich die Karten auch prima zur Vorentlastung, wenn ein bestimmtes Thema wie z.B. In der Stadt oder Lebensmittel in der Unterrichtseinheit thematisiert wird.

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Modale Nebensätze: Definition, Hinweise und Beispielsätze

Definition

Modale Nebensätze werden mit der Subjunktion indem eingeleitet. Sie geben die Art und Weise oder das Mittel an, die/das zu einer bestimmten Entwicklung, Handlung oder Situation führt. 

Subjunktionen: indem

Frage: Wie? Auf welche Art und Weise? 

Wie kann man erfolgreich sein? – Indem man hart arbeitet.

Hinweise

Modale Nebensätze mit indem kann man durch modale Präpositionalangaben (durch + Nominalisierung) ersetzen:

Konsekutiver Nebensatz: Man kann erfolgreich sein, indem man hart arbeitet.

Modale Präpositionalangabe: Durch hartes Arbeiten kann man erfolgreich sein.

Beispielsätze

  1. Sie können das Gerät abschalten, indem Sie den Ausschaltknopf 5 Sekunden gerückt halten.
  2. Das Unternehmen macht Werbung für ein Produkt, indem es Pröbchen an Kunden verteilt.
  3. Sie können sich politisch beteiligen, indem sie wählen gehen.
  4. Sie können etwas Gutes für die Umwelt tun, indem Sie ihr Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Weitere Informationen zu adverbialen Nebensätzen finden Sie in unserer Grammatik: Sprakukos DaF-/DaZ-Grammatik

Konsekutive Nebensätze mit “sodass” oder “so … dass”

Definition

Konsekutive Nebensätze werden mit der Subjunktion “sodass” eingeleitet. Sie geben eine Folge zur Äußerung im Hauptsatz an.

Hinweise

Konsekutive Nebensätze mit sodass kann man durch bestimmte Adverbien wie z.B. deshalb, darum, daher, deswegen oder folglich ersetzen:

Konsekutiver Nebensatz: Im Zimmer ist es sehr hell, sodass ich nicht schlafen kann.

Adverb: Im Zimmer ist es sehr hell. Deshalb / Daher / Darum / Deswegen / Folglich kann ich nicht schlafen.

Beispielsätze

  1. Das Wetter ist so schlecht, dass ich keine Fuß vor die Tür setzen möchte.
  2. Die Baustelle vor der Firma ist sehr laut, sodass wir uns nicht auf unsere Arbeit konzentrieren können.
  3. Der Marathonläufer sank vor dem Ziel auf die Knie, sodass er ins Ziel getragen werden musste.

Weitere adverbiale Nebensätze finden Sie in unserer Grammatik: Sprakukos DaF-/DaZ-Grammatik

Konzessive Nebensätze mit “obwohl”, “obgleich” und “obschon”

Definition

Konzessive Nebensätze werden mit den Subjunktionen “obwohl”, “obgleich” und “obschon” eingeleitet. Sie geben einen Gegengrund zur Äußerung im Hauptsatz an.

Hinweise

Konzessive Nebensätze mit obwohl, obgleich oder obschon kann man durch konzessive Präpositionalangaben ersetzen:

Konzessiver Nebensatz: Obwohl er stark erkältet ist, muss der Lehrer unterrichten.

Konzessive Präpositionalangabe: Trotz starker Erkältung muss der Lehrer unterrichten.

Beispielsätze

  1. Obwohl Michael sehr viel für seine Prüfung gelernt hat, hat er sich nicht bestanden.
  2. Sie fährt schon mit dem Auto, obwohl sie noch keinen Führerschein hat.
  3. Sein Vortrag war sehr gut, obgleich er nicht vorbereitet war.
  4. Obschon er sich all seine Wünsche erfüllte, war er unglücklich.

Weitere adverbiale Nebensätze finden Sie in unserer Grammatik: Sprakukos DaF-/DaZ-Grammatik

Konditionale Nebensätze: Definition, Hinweise und Beispielsätze

Konditionale Nebensätze

Konditionale Nebensätze nennen eine Bedingung. Die Bedingung muss erfüllt sein, damit die Äußerung des Hauptsatzes realisierbar ist.

Subjunktionen: wenn, falls

Frage: WANN oder UNTER WELCHER BEDINGUNG? 

Wann gehst du ins Schwimmbad? – Wenn die Sonne scheint.

  1. Ich muss die Prüfung wiederholen, wenn ich die Prüfung nicht bestehe.
  2. Wenn die Musik wieder so laut ist, beschwere ich mich bei den Nachbarn.
  3. Du kannst gerne zur Party kommen, falls du Zeit hast.

als oder wie? Definition und Abgrenzung: “als” und “wie” richtig verwenden

Unterschied zwischen "als" und "wie"

Die Wörter als und wie bereiten Lernen der deutschen Sprache manchmal Schwierigkeiten. Zwar ist Muttersprachlern meist bekannt, dass man “wie” und “als” für Vergleiche verwenden kann. Dennoch haben auch sie in der Umgangssprache so manchmal ihre Schwierigkeiten, wie die Kombination aus “als wie” zeigt. Aus diesem Grund zeigen wir in diesem Beitrag, wie man als und wie richtig verwendet.

als und wie – Vergleiche formulieren

Beschreibung von als

Das Wort “als” gebraucht man, um Vergleiche auszudrücken. Wichtig ist hierbei, dass “als” für Vergleiche herangezogen wird, die Ungleichheit ausdrücken sollen. 

Beispiele – Ungleichheit mit “als” 

  1. Der Berliner Fernsehturm ist höher als der Eiffelturm.
  2. In diesem Monat habe ich mehr Geld ausgegeben als im letzten.
  3. Schneewittchen ist schöner als die böse Königin. 

A ≠ B
Adjektiv im Komparativ + als

Beschreibung von wie

Das Wort “wie” wird in unserem Sprachgebrauch auch für Vergleiche verwendet. Vergleiche mit “wie” drücken häufig Gleichheit oder Ähnlichkeit aus. Darüber hinaus kann mit “wie” auch Ungleichheit ausgedrückt werden. 

Beispiele – Gleichheit / Ähnlichkeit ausdrücken mit “wie” 

  1. Paul ist genauso alt wie Maximilian.
  2. Früher glaubten die Menschen, die Erde sei so flach wie eine Scheibe.
  3. Mein Ehemann verhält sich in manchen Situationen wie ein Kind. (Ähnlichkeit, sein Verhalten ähnelt dem eines Kindes) 
  4. Sie singt wie eine professionelle Sängerin. (Ähnlichkeit)

A = B
genauso / ebenso / so … + Adjektiv im Positiv + wie

Beispiele – Ungleichheit ausdrücken mit “wie” 

  1. Der Eiffelturm ist nicht so hoch wie der Berliner Fernsehturm.
  2. Eine Maus ist nicht so groß wie ein Elefant.
  3. Mein neuer Computer ist fast dreimal so schnell wie mein alter.
  4. Pandabären seien mittlerweile fast so selten wie Einhörner.

A ≠ B
beinahe so / fast so …  + Adjektiv im Positiv + wie
nicht so … / kein- so + Adjektiv im Positiv + wie

als und wie – Formulierung von Vergleichssätzen

Die Subjunktionen “als” und “wie” verwendet man auch in Vergleichssätzen. 

  1. Das Produkt gefällt uns besser, als wir es erwartet hatten. (Ungleichheit)
  2. Das ist anders, als ich es gestern gesagt hatte. (Ungleichheit)
  3. Die Situation hat sich anders entwickelt, als wir es prognostiziert hatten. (Ungleichheit)
  4. Manchmal kommt es andersals man denkt. (Ungleichheit)
  5. Das Unternehmen hat sich für eine andere Strategie entschieden, als sie es angekündigt hatten. (Ungleichheit)
  6. Das ist genausowie ich es gestern gesagt hatte. (Gleichheit)
  7. Marlene sieht genauso aus, wie du sie beschrieben hast. (Gleichheit)
  8. Das ist nicht sowie ich es gestern gesagt hatte. (Ungleichheit)

Modaler Gebrauch von als und wie
“als”
Komparativ, Adverb anders Pronomen andere/-r/-s im Hauptsatz (Gleichheit)

“wie”
genauso/ebenso/so… (+Adjektiv im Positiv) im Hauptsatz (Gleichheit)
nicht …. so… (+ Adjektiv im Positiv) im Hauptsatz (Ungleichheit)

Die Kombination “als wie” – richtig oder falsch?

Eine Kombination von “als wie” in Vergleichen, die Ungleichheit ausdrücken sollen, ist in den meisten Fällen nicht zulässig. Folgende Beispiele sollten Sie daher bitte meiden:

  1. Ich denke, bist viel hübscher als wie ich.
  2. Mein Auto ist schneller als wie dein(e)s.
  3. Warum ist mein Pullover kürzer als wie deiner?

Anders verhält sich die Kombination “als wie” aber, wenn zwei Sachverhalte miteinander verglichen werden, die für sich alleine stehend Gleichheit ausdrücken sollen, im Vergleich jedoch nicht miteinander vergleichbar sind. Diese Konstruktion ist in der Umgangssprache häufig vorzufinden, wie folgende Beispiele illustrieren sollen:

  1. Sie sieht eher aus wie eine Politikerin, als wie eine weltbekannte Schauspielerin. 
  2. Das sieht eher aus wie eine Mandarine, als wie eine Orange. 
  3. Ihr seht eher aus wie begeisterte Studenten, als wie gelangweilte. 

als (ob) und als wenn?

In hypothetischen Vergleichssätzen gebraucht man die Subjunktionen als, als ob und als wenn.

Beispiele – Hypothetische Vergleichssätze mit “als”, “als ob” und “als wenn”

Mit den Subjunktionen “als”, “als ob” und “als wenn” können hypothetische Vergleiche formuliert werden. Das Verb steht dabei im Konjunktiv II.

  1. Du tust gerade so, als würdest du mich nicht kennen.
  2. Du tust gerade so, als ob du mich nicht kennen würdest.
  3. Du tust gerade so, als wenn du mich nicht kennen würdest.

In hypothetischen Vergleichssätzen mit
als -> steht das finite Verb an erster Stelle
als ob / als wenn -> steht das finite Verb am Ende

Temporalsätze mit “als”

Neben der Funktion als Adjunktor in Vergleichssätzen, wird “als” auch zur Formulierung von Temporalsätzen verwendet. Temporalsätze mit “als” nehmen Bezug auf Vergangenes und verweisen auf abgeschlossene, einmalige Ereignisse / Situationen.

Beispiele – Temporalsätze mit “als”

  1. Als ich im Februar in San Francisco war, habe ich viele Sehenswürdigkeiten besichtigt. (Gleichzeitigkeit: Während meines Aufenthaltes habe ich viele Sehenswürdigkeiten besichtigt)
  2. Als es zur Pause klingelte, rannten die Schüler hinaus auf den Schulhof. (Vorzeitigkeit: Nachdem es zur Pause geklingelt hatte, rannten die Schüler auf den Schulhof)
  3. Sie hatte bereits gegessen, als ihr Mann nach Hause kam. (Nachzeitigkeit: Bevor ihr Mann nach Hause kam, hatte sie bereits gegessen)

Zur Differenzierung von Temporalsätzen mit “als” und “wenn” lesen Sie den folgenden Beitrag: https://sprachekulturkommunikation.com/als-oder-wenn-unterschiede-zwischen-als-und-wenn-in-temporalsaetzen/

als oder wenn? Unterschiede zwischen “als” und “wenn” in Temporalsätzen

als oder wenn Unterschiede

Temporalsätze mit als

  1. Als ich im Februar in San Francisco war, habe ich viele Sehenswürdigkeiten besichtigt. (Gleichzeitigkeit: Während meines Aufenthaltes habe ich viele Sehenswürdigkeiten besichtigt)
  2. Als es zur Pause klingelte, rannten die Schüler hinaus auf den Schulhof. (Vorzeitigkeit: Nachdem es zur Pause geklingelt hatte, rannten die Schüler auf den Schulhof)
  3. Sie hatte bereits gegessen, als ihr Mann nach Hause kam. (Nachzeitigkeit: Bevor ihr Mann nach Hause kam, hatte sie bereits gegessen)

Man verwendet Temporalsätze mit “als”, um auf abgeschlossene, einmalige Ereignisse und Situationen in der Vergangenheit zu verweisen.

Temporalsätze mit wenn

  1. Wenn ich nach Konstanz fuhr, besuchte ich meine Freunde (mehrmaliges Ereignis in der Vergangenheit: Immer wenn ich nach Konstanz fuhr, besuchte ich meine Freunde)
  2. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, koche ich etwas und lege mich danach aufs Sofa. (Gegenwart)
  3. Wenn ich das Studium beende, reise ich um die Welt. (Zukunft)

Man verwendet Temporalsätze mit “wenn”, um auf mehrmalige Ereignisse und Situationen in der Vergangenheit zu verweisen. 
Außerdem verwendet man Temporalsätze mit “wenn”, um über Ereignisse in der Gegenwart oder Zukunft zu sprechen.

Adjektive mit Präpositionen – Liste mit 25 Adjektiven und Beispielsätzen

Adjektive mit Präpositionen

In der folgenden Übersicht finden Sie 25 Adjektive mit Präpositionen. In dieser Liste finden Sie in der linken Spalte die Adjektive, daneben den Präpositionalkasus (Präposition und Angabe des Kasus) und in der rechten Spalte einen Beispielsatz. Die Adjektive sind blau hervorgehoben und die Präpositionalergänzungen in rosa.

Adjektive mit Präpositionen

Übung – Welche Präposition fehlt hier?