Konjunktiv II der Vergangenheit

Konjunktiv II der Vergangenheit

Gebrauch

Als Konjunktiv II wird ein Modus der deutschen Sprache bezeichnet, mit dem Wünsche, Vorstellungen, Spekulationen und höfliche Bitten ausgedrückt werden können. Der Konjunktiv II der Vergangenheit wird verwendet, um auf ein Erlebnis, eine Entscheidung, eine Handlung und Ähnliches in der Vergangenheit zu referieren, für das/die man sich rückblickend einen anderen Ausgang gewünscht hätte.

Beispiel:

Realität: Sprakuko hat seinen Regenschirm nicht mitgenommen. Jetzt regnet es.

Irrealität: Hätte ich nur den Regenschirm mitgenommen. Dann wäre ich nicht nass geworden.

Erläuterung: Sprakuko stellt zum Sprechzeitpunkt fest, dass er in der Vergangenheit eine Fehlentscheidung getroffen hat: Er hat den Regenschirm nicht mitgenommen und wird deshalb nass. Sprakuko wünscht sich zum Sprechzeitpunkt nun etwas, dass nicht mehr möglich ist (Irrealität).

Formen

Den Konjunktiv II der Vergangenheit bildet man mit den Konjunktiv II-Formen der Hilfsverben sein und haben und dem Partizip II. Der Konjunktiv II verfügt im Gegensatz zum Indikativ nur über eine Vergangenheitsform.

Übersicht

Konjunktiv II der Vergangenheit