Auch die kontrovers diskutierten Abgrenzungsversuche von Code-switching und Entlehnung (siehe u.a. Heller/Paff 1996; Rothe 2012, S.31f.) erzwingen eine Konkretisierung der jeweiligen Termini und zwar von solcher Art, wie sie im Rahmen dieser Arbeit als angemessen erscheinen.[1] Auch wenn diese Abgrenzungsversuche der betroffenen Termini zu einer gewissen Homogenität bezüglich deren Verwendung verhelfen mögen, halten wir diese Definitionen für einen weiteren Schritt in die falsche Richtung. Nämlich einer Verkomplizierung terminologischer Konventionen, die zum einen den Verwendungsbereich der betroffenen Termini undurchschaubar werden lässt und aus der zum anderen, weitere intransparente Darstellungen hervorgehen, da es zumindest teilweise an uniformen Darstellungen mangelt. Code-Switching wird im Rahmen unserer Arbeit wie folgt definiert:

Code-Switching stellt eine unausweichliche Folge der durch den Bilingualismus resultierenden Neigung zu Entlehnungen dar und wird schließlich vollzogen durch dessen Verwendung auf der Ebene der Parole. Als Entlehnung an sich verstehen wir den Transfer eines Morphems einer Sprache A in eine Sprache B und meinen damit nicht nur den Prozess des Transfers an sich, sondern auch alle damit verbundenen semantischen, morphologischen und phonologischen Anpassungen an das System der Sprache B (Empfängersprache).

[1] Auch hier sollen keine allgemein gültigen Begriffsdefinitionen vollzogen werden, sondern vielmehr restriktive Auslegungen der Termini, die an die spezifische Thematik dieser Abhandlung angelegt sind.