Temporale Angaben: Präpositionen in temporaler Verwendung

Präpositionen – Temporale Verwendung

Präpositionen lassen sich nach ihrer Verwendung im Satz bestimmten Kategorien zuordnen. Wenn die Präpositionen etwas Zeitliches ausdrücken, spricht man auch von einer temporalen Verwendung. Man kann temporale Angaben mit dem Fragewort Wann? erfragen.

Temporale Präpositionen – Übersicht und Beispielsätze

Zu jeder Präposition finden Sie mindestens einen Beispielsatz sowie Angaben zur Verwendung.

Präposition+ KasusBeispielsatzTemporale Verwendung
an + DativIch habe am Montag keine Schule.
Wir treffen uns am Nachmittag.
Er ist am 23.05.1990 geboren.
Wochentage, Tages- und Datumsangaben
in + DativDas Fußballspiel ist in fünf Minuten vorbei.
Ich habe in zwei Wochen Urlaub.
Ich ziehe in drei Monaten ins Ausland.
Im Mai gibt es viele Feiertage in Deutschland.
Im Jahr 1989 fiel die Berliner Mauer.
Im 15. Jahrhundert wurde der Buchdruck erfunden.
Angabe eines bevorstehenden Zeitpunktes; bei Monats- und Jahresangaben
um + AkkusativUm 20:00 Uhr sehe ich die Tagesschau. Uhrzeiten
von +Dativ ... bis + Akkusativ
von ... bis zu + Dativ
Unsere Praxis ist von 08:00 bis 12:30 Uhr geöffnet.
Die Praxis ist vom 23. bis zum 30. Juni geschlossen.
Angabe eines Anfangs- und Endzeitpunktes
zwischen + DativZwischen 14:00 und 16:00 Uhr bin ich in einer Besprechung.begrenzter Zeitraum
während + GenitivWährend der Vorlesung mache ich mir Notizen. begrenzter Zeitraum
bei + DativEs ist unhöflich, beim Essen zu telefonieren.
Beim Sport vergesse ich den stressigen Alltag.
zur Beschreibung von gleichzeitigen Handlungen
vor + DativVor der Arbeit bringe ich meinen Sohn in den Kindergarten.vor einem vorangegangenen Geschehen
nach + DativNach der Arbeit fahre ich nach Hause zu meiner Familie.nach einem vorangegangenen Geschehen
seit + DativIch lerne schon seit drei Jahren Deutsch.Angabe eines Zeitraums, der in der Vergangenheit beginnt

Übung

Verben mit Präpositionen | Übersicht und Übungen

Verben mit Präpositionen

Viele Verben (und einige Nomen und Adjektive) stehen mit einer festen Präposition. Für Lernende der deutschen Sprache stellen Präpositionen eine große Herausforderung dar. Auch gibt es keine feste Regel nach der Präpositionen einem bestimmten Verb zugeordnet werden. Im Unterricht wird daher empfohlen, Verben mit der zugehörigen Präposition und dem entsprechenden Kasus zu lernen.

Übersicht

Die folgende Übersicht enthält Verben, die eine bestimmte Präposition fordern bzw. eine bestimmte Präposition regieren. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sortieren wir die Präpositionen alphabetisch.

an + Akkusativ

Verben mit an + Akkusativ
denken an
sich erinnern an
sich gewöhnen an
glauben an
sich wenden an

an + Dativ

Verben mit an + Dativ
jdn. erkennen an
(jdm.) fehlt es an
leiden an
sterben an
teilnehmen an
zweifeln an

auf + Akkusativ

Verben mit auf + Akkusativ
achten auf
antworten auf
sich freuen auf
hoffen auf
ankommen auf
sich konzentrieren auf
sich spezialisieren auf
stoßen auf
sich verlassen auf
verzichten auf
sich vorbereiten auf
warten auf

aus + Dativ

Verben mit auf + Dativ
bestehen aus
entstehen aus
stammen aus
übersetzen aus

bei + Dativ

Verben mit bei + Dativ
anrufen bei
arbeiten bei
sich bedanken bei
sich beklagen bei
sich beschweren bei
sich bewerben bei
sich entschuldigen bei
sich erkundigen bei
sich informieren bei

gegen + Akkusativ

Verben mit gegen + Akkusativ
sich entscheiden gegen
kämpfen gegen
protestieren gegen
demonstrieren gegen
stimmen gegen
sich verteidigen gegen
verstoßen gegen
sich wehren gegen

in + Dativ

Verben mit in + Dativ
sich irren in
sich unterscheiden in

mit + Dativ

Verben mit mit + Dativ
anfangen mit
aufhören mit
sich beeilen mit
sich befassen mit
beginnen mit
sich beschäftigen mit
diskutieren mit (Person)
handeln mit
kämpfen mit
reden mit
spielen mit
sich unterhalten mit
vergleichen mit
sich vertragen mit
verwechseln mit

nach + Dativ

Verben mit nach + Dativ
duften nach
sich erkundigen nach
fragen nach
riechen nach
rufen nach
schmecken nach
sich sehnen nach
stinken nach
suchen nach

über + Akkusativ

Verben mit über + Dativ
sich ärgern über
sich aufregen über
sich beklagen über
berichten über
diskutieren über
sich freuen über
sich informieren über
klagen über
lachen über
nachdenken über
sprechen über
staunen über
streiten über
sich unterhalten über
sich wundern über

um + Akkusativ

Verben mit um + Akkusativ
sich ängstigen um
sich bemühen um
sich bewerben um
bitten um
es geht um
es handelt sich um
kämpfen um
sich kümmern um
sich sorgen um
spielen um
trauern um
wetten um

unter + Dativ

Verben mit unter + Dativ
erreichen unter
leiden unter
speichern unter

von + Dativ

Verben mit von + Dativ
abbringen von
abhängen von
ausgehen von
sich befreien von
berichten von
sich erholen von
sich ernähren von
erwarten von
erzählen von
fordern von
handeln von
leben von
sprechen von
träumen von
überzeugen von
verlangen von

vor + Dativ

Verben mit vor + Dativ
sich ängstigen vor
sich ekeln vor
erschrecken vor
flüchten vor
fliehen vor
sich fürchten vor
schützen vor
verheimlichen vor
warnen vor

zu + Dativ

Verben mit zu + Dativ
auffordern zu
befördern zu
beglückwünschen zu
beitragen zu
bringen zu
dienen zu
einladen zu
sich entschließen zu
sich entwickeln zu
ernennen zu
erziehen zu
führen zu
gehören zu
gratulieren zu
neigen zu
passen zu
raten zu
überreden zu
verleiten zu
wählen zu
werden zu
zählen zu
zwingen zu

Übung

Deutsch lernen | Passiv: Zustandspassiv (sein-Passiv)

Das Zustandspassiv

Das Zustandspassiv unterscheidet sich vom Vorgangspassiv in der Perspektive. Wohingegen das Vorgangspassiv auf den Vorgang Bezug nimmt, beschreibt das Zustandspassiv einen Zustand bzw. das Resultat einer vorausgegangenen abgeschlossenen Handlung. Das Zustandspassiv wird mit dem Hilfsverb sein und dem Partizip II gebildet. In den Zeitformen Perfekt und Plusquamperfekt steht das Partizip II von sein, nämlich gewesen.

Aktiv- und Passivsätze in allen Zeitformen

 AktivsatzPassivsatz
PräsensDer Autor schreibt einen Liebesroman.Ein Liebesroman ist geschrieben.
PräteritumDer Autor schrieb einen Liebesroman.Ein Liebesroman war geschrieben.
PerfektDer Autor hat einen Liebesroman geschrieben.Ein Liebesroman ist geschrieben gewesen.
PlusquamperfektDer Autor hatteeinen Liebesroman geschrieben.Ein Liebesroman war geschrieben gewesen.
Futur IDer Autor wird einen Liebesroman schreiben.Ein Liebesroman wird geschrieben sein.
Futur IIDer Autor wird einen Liebesroman geschrieben haben.Ein Liebesroman wird geschrieben gewesen sein.

Aktiv- und Passivsätze mit Modalverben in allen Zeitformen

 AktivsatzPassivsatz
PräsensDer Autor muss einen Liebesroman schreiben.Ein Liebesroman muss geschrieben sein.
PräteritumDer Autor musste einen Liebesroman schreiben.Ein Liebesroman musste geschrieben sein.
PerfektDer Autor hat einen Liebesroman schreiben müssen.Ein Liebesroman hat geschrieben sein müssen.
PlusquamperfektDer Autor hatte einen Liebesroman schreiben müssen.Ein Liebesroman hatte geschrieben sein müssen.
Futur IDer Autor wird einen Liebesroman schreiben müssen.Ein Liebesroman wird geschrieben sein müssen.
Futur IIDer Autor wird einen Liebesroman geschrieben haben müssen.Ein Liebesroman wird geschrieben gewesen sein müssen.

Deutsch lernen | Passiv – Vorgangspassiv (werden-Passiv)

Das Vorgangspassiv (werden-Passiv)

In der Deutschen Sprache gibt es die Möglichkeit, bestimmte Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven aus zu betrachten. Beim Vorgangspassiv wird das Subjekt aus dem Aktivsatz in den Hintergrund gestellt: Der Autor schreibt einen Liebesroman (Aktivsatz) versus Ein Liebesroman wird (vom Autor) geschrieben.  Der Aktivsatz zeigt ganz deutlich, wer einen Liebesroman geschrieben hat, nämlich der Autor. Im Passivsatz wird der Autor entweder gar nicht genannt oder durch eine Präpositionalphrase ergänzt.

Beim Vorgangspassiv liegt der Fokus auf dem Vorgang der geäußerten Handlung/Situation, in unserem Beispiel auf „dem Schreiben eines Liebesromans“. Siehe im Gegensatz dazu das Zustandspassiv, bei dem ein Zustand einer bereits abgeschlossenen Handlung im Mittelpunkt steht.

Wie wird das Vorgangspassiv gebildet?

Das Vorgangspassiv wird mit dem Hilfsverb werden und dem Partizip II gebildet.

Das Akkusativergänzung aus dem Aktivsatz wird im Passivsatz zum Subjekt. Das Subjekt aus dem Aktivsatz wird im Passivsatz durch eine Präpositionalphrase mit von oder durch realisiert. In den Zeitformen Perfekt und Plusquamperfekt steht das verkürzte Partizip II worden.

Aktiv- und Passivsätze in allen Zeitformen

 AktivsatzPassivsatz
PräsensDer Autor schreibt einen Liebesroman.Ein Liebesroman wird (vom Autor) geschrieben.
PräteritumDer Autor schrieb einen Liebesroman.Ein Liebesroman wurde (vom Autor) geschrieben.
PerfektDer Autor hat einen Liebesroman geschrieben.Ein Liebesroman ist (vom Autor) geschrieben worden.
PlusquamperfektDer Autor hatte einen Liebesroman geschrieben.Ein Liebesroman war (vom Autor) geschrieben worden.
Futur IDer Autor wird einen Liebesroman schreiben.Ein Liebesroman wird (vom Autor) geschrieben werden.
Futur IIDer Autor wird einen Liebesroman geschrieben haben.Ein Liebesroman wird (vom Autor) geschrieben worden sein.

Aktiv- und Passivsätze mit Modalverben in allen Zeitformen

 AktivsatzPassivsatz
PräsensDer Autor muss einen Liebesroman schreiben.Ein Liebesroman muss (vom Autor) geschrieben werden.
PräteritumDer Autor musste einen Liebesroman schreiben.Ein Liebesroman musste (vom Autor) geschrieben werden.
PerfektDer Autor hat einen Liebesroman schreiben müssen.Ein Liebesroman hat (vom Autor) geschrieben werden müssen.
PlusquamperfektDer Autor hatte einen Liebesroman schreiben müssen.Ein Liebesroman hatte (vom Autor) geschrieben werden müssen.
Futur IDer Autor wird einen Liebesroman schreiben müssen.Ein Liebesroman wird (vom Autor) geschrieben werden müssen.
Futur IIDer Autor wird einen Liebesroman geschrieben haben müssen.Ein Liebesroman wird (vom Autor) geschrieben worden sein müssen.

Übung 1

Übung 2

Genus Verbi: Aktiv und Passiv

Aktiv- und Passiv | Unterschiede

Mithilfe der beiden grammatischen Kategorien Aktiv und Passiv können dieselben Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln/ Perspektiven betrachtet werden.

In Aktivsätzen steht die handelnde Person im Mittelpunkt: Pedro Álvares Cabral entdeckte Braslien.

Das Subjekt Pedro Álvares Cabral entdeckte Brasilien gewissermaßen „aktiv“.

 

In Passivsätzen steht die vom Verb ausgedrückte Handlung im Mittelpunkt: Brasilien wurde entdeckt

Hier geht es um die Entdeckung Brasiliens. Wer Brasilien entdeckt hat, ist in dem Passivsatz nicht relevant. Weil auf die Nennung des Subjekts verzichtet wird, ist in einigen Grammatiken auch von der täterabgewandten Perspektive die Rede. In Passivsätzen wird die Akkusativergänzung aus dem Aktivsatz zum Subjekt des Passivsatzes (hier: Brasilien). Dativobjekte bleiben im Aktiv- und Passivsatz unverändert.

Der Handelnde kann jedoch genannt werden: Brasilien wurde von Pedro Álvares Cabral entdeckt.

Plusquamperfekt: Über ein Ereignis vor einem anderen Ereignis in der Vergangenheit sprechen

Definition. Was ist das Plusquamperfekt?

Das Plusquamperfekt bezieht sich auf ein Ereignis in der Vergangenheit (Ereignis 1), das vor einem anderen Ereignis in der Vergangenheit liegt (Ereignis 2). Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Vorvergangenheit.

Beispiel: Ereignis 1 findet vor Ereignis 2 statt

Er hatte die Tür abgeschlossen (Ereignis 1), deshalb kam ich nicht mehr rein (Ereignis 2).

Als ich am Bahnhof ankam (Ereignis 2), war der Zug bereits abgefahren (Ereignis 1).

Nachdem ich meine Arbeit erledigt hatte, ging ich in die Stadt.

Man bildet das Plusquamperfekt mit den Hilfsverben sein und haben im Präteritum und einem Vollverb im Partizip II.

In Hauptsätzen steht das Hilfsverb auf der 2. Position und das Vollverb im Partizip II am Satzende.

Ich hatte meine Arbeit erledigt

Bei Fragesätzen ohne Fragewort, wie in „War der Zug bereits abgefahren?“ steht das Hilfsverb auf der 1. Position.

In Nebensätzen stehen das Partizip II und das Hilfsverb im Präteritum am Satzende. Das finite Verb steht an letzter Stelle, das Partizip II steht davor:

Nachdem ich meine Arbeit erledigt hatte, ging ich in die Stadt.

In Nebensätzen mit Modalverben steht das Hilfsverb im Präteritum vor dem Vollverb im Infinitiv und dem Modalverb im Infinitiv:

Nachdem ich meine Arbeit hatte erledigen müssen, hatte ich keine Zeit mehr, um in die Stadt zu gehen.

Formen

 Hilfsverb im PräteritumVollverb im Partizip II
ichhattegemacht
duhattestgemacht
er, sie, eshatte gemacht
wirhatten gemacht
ihrhattet gemacht
sie, Siehatten gemacht

Formen mit Modalverb

 Hilfsverb im PräteritumVollverb und Modalverb im Infinitiv
ichhattemachen müssen
duhattestmachen müssen
er, sie, eshatte machen müssen
wirhatten machen müssen
ihrhattet machen müssen
sie, Siehatten machen müssen

Tempus: Futur II – Über etwas Abgeschlossenes in der Zukunft sprechen

Futur II – Definition

Das Futur II wird mit dem Hilfsverb werden und dem Infinitiv Perfekt (Partizip II + sein/haben) gebildet. Die Form wird verwendet, wenn sich ein Sprecher auf abgeschlossene Handlungen, Ereignisse oder Vorhersagen in der Zukunft beziehen möchte.

Abgeschlossenes Ereignis in der Zukunft: 

David wird sein Masterstudium beendet haben.

Der Zug wird bereits abgefahren sein.

Formen

 Hilfsverb "werden"Partizip II + sein/haben im Infinitiv
ichwerdegemacht haben
duwirstgemacht haben
er, sie, es wirdgemacht haben
wirwerden gemacht haben
ihrwerdetgemacht haben
sie, Siewerden gemacht haben

Formen mit Modalverb

 Hilfsverb "werden"Partizip II + sein/haben im Infinitiv + Modalverb im Infinitiv
ichwerdegemacht haben müssen
duwirstgemacht haben müssen
er, sie, es wirdgemacht haben müssen
wirwerden gemacht haben müssen
ihrwerdetgemacht haben müssen
sie, Siewerden gemacht haben müssen

Tipp: Anstelle des Futur II gebraucht man im Deutschen sehr häufig das Perfekt, um auf abgeschlossene Ereignisse in der Zukunft zu referieren bzw. über abgeschlossene Ereignisse in der Zukunft zu sprechen.

Beispiel: 

Wenn ich meine Masterarbeit abgeschlossen haben werde (Futur II), werde ich ein Auslandsjahr in Brasilien verbringen (Futur I)

Wenn ich meine Masterarbeit abgeschlossen habe (Perfekt), verbringe ich ein Auslandsjahr in Brasilien (Präsens).

Tempus: Futur I – Über die Zukunft sprechen

Futur I – Definition

Das Futur I wird mit dem Hilfsverb werden und dem Infinitiv gebildet. Mit dem Futur I bezieht sich ein Sprecher auf zukünftige Handlungen und Ereignisse oder macht eine Vorhersage.

  • Handlung in der Zukunft: Ich werde einen Salat mitbringen.
  • Ereignis in der Zukunft: Der Bau des neuen Bahnhofs wird im kommenden Frühjahr beginnen.
  • Prophezeiung/ Vorhersage: Die globale Erderwärmung wird verheerende Folgen haben.

Formen

 Hilfsverb "werden"Infintiv
ichwerdemachen
duwirstmachen
er, sie, es wirdmachen
wirwerden machen
ihrwerdetmachen
sie, Siewerden machen

Formen mit Modalverb

 Hilfsverb "werden"Infintiv + Modalverb
ichwerdemachen müssen
duwirstmachen müssen
er, sie, es wirdmachen müssen
wirwerden machen müssen
ihrwerdetmachen müssen
sie, Siewerden machen müssen

Tipp: Anstelle des Futur I gebraucht man im Deutschen sehr häufig das Präsens, um auf Zukünftiges zu referieren bzw. über Zukünftiges zu sprechen. Beispiel: Ich bringe einen Salat mit. (Ereigniszeit liegt nach dem Äußerungszeitpunkt bzw. der Sprechzeit) Sehr oft wird der Bezug zur Zukunft durch temporale Adverbien (später, morgen, bald, später etc.) hergestellt: Der Bau des Bahnhofs beginnt im kommenden Frühjahr.

Hilfsverben haben, sein und werden im Präteritum

Übersicht

In der folgenden Übersicht finden Sie die Hilfsverben haben, sein und werden im Präteritum.

Präteritum | Konjugation

 habenseinwerden
ichhattewarwurde
duhattestwarstwurdest
er, sie, eshattewarwurde
wirhattenwarenwurden
ihrhattetwarenwurden
sie, Siehattenwarenwurden

Eine Übersicht zu den Formen im Präsens finden Sie hier.

Hilfsverben haben, sein und werden

Was sind Hilfsverben?

Hilfsverben werden dazu genutzt, um analytische Tempusformen wie Perfekt, Pluquamperfekt, Futur I und II zu bilden. Die Hilfsverben im Deutschen sind: haben, sein und werden.

Konjugation

 habenseinwerden
ichhabebinwerde
duhastbistwirst
er, sie, eshatistwird
wirhabensindwerden
ihrhabtseidwerdet
sie, Siehabensindwerden

Das Verb „haben“ als Vollverb

Das Verb haben kann nicht nur als Hilfsverb gebraucht werden, sondern auch als Vollverb. Als Vollverb steht haben mit einer Akkusativ-Ergänzung.

Beispiel:

  • Ich habe einen Hund (Akkusativ-Ergänzung).
  • Haben Sie die Unterlagen (Akkusativ-Ergänzung)?
  • Hast du einen Kugelschreiber (Akkusativ-Ergänzung)?

Die Verben „sein“ und „werden“ als Kopulaverben

Neben der Verwendung als Hilfsverb treten sein und werden auch als Kopulaverben auf. In dieser Verwendung stehen sie mit einem Subjekt und einer Nominativergänzung und bilden das Prädikat. Zu den Kopulaverben zählt auch das Verb bleiben.

Beispiel:

  • David ist Lehrer. (Das Verb steht mit einem sogenannten Prädikativ (hier die Nominalphrase [Lehrer]), mit dem es das Prädikat bildet.
  • Sie wird Ärztin. (s.o.)